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Barbara Bohle

Titel: Univ.-Prof.in DI.in Dr.in
Professorin für Zelluläre Allergologie

 

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?
Neugier und Wissbegier sowie die Möglichkeit, meinen Spieltrieb ausleben zu können.

 

Wie verlief Ihr wissenschaftlicher Weg?
Während meiner Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin habe ich beschlossen, in der Forschung zu arbeiten, weil ich es für „interessant“ hielt. Ich bin gleich nach meiner Ausbildung in der Allergieforschung gelandet, ein Gebiet, das mich von Anfang an mehr und mehr fasziniert hat. Um in der Wissenschaft aktiv zu bleiben, habe ich nebenbei Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur studiert und innerhalb von 10 Jahren gelang mir der Sprung von der MTA zur Universitätsdozentin. Die Gründung einer eigenen Arbeitsgruppe, der internationale Durchbruch und die Gründung des Christian Doppler Labors für Immunmodulation folgten. Der kleine Wehmutstropfen dieses Karrierewegs: Leider finde ich keine Zeit mehr, selbst Experimente durchzuführen.

 

Was sind Ihre Stärken und wie konnten Sie diese für Ihre Karriere nutzen?
Energie und Fleiß, sowie positives Denken – diese helfen über alle Durststrecken und Rückschläge hinweg, wie sie in der Wissenschaft häufig vorkommen.

 

Was sind Ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?
Ich habe Chancen bekommen und diese genützt.

 

Was war Ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?
Zu realisieren, dass MitarbeiterInnen die Ihnen gebotenen Chancen nicht nützen wollen. Ich habe daraus gelernt, dass nicht jede/r für eine wissenschaftliche Karriere in Frage kommt.

 

War es für Ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?
Nein.

 

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
-

 

Welchen Ausgleich suchen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich fahre gerne Rad, singe in einem Chor und liebe Krimis aller Art.

 

Tipps und Tricks
„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Im Leben und vor allem in der Forschung kommt es oft anders, als man es erwartet hat. Durch rechtzeitiges Erledigen gestellter Anforderungen kann man plötzlich auftretenden Richtungsänderungen immer gelassen und neugierig begegnen.