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Biologische und gesellschaftliche Aspekte der Gendermedizin

(Wien, 25-06-2012) Gendermedizin ist eine junge Wissenschaft, die sich mit den Unterschieden sowie auch den Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen im Gesundheitsverhalten, bei Symptomen, der Diagnostik und Behandlung von Krankheiten befasst. Am 28. Juni (11.00 Uhr, Jugendstilhörsaal) hält Alexandra Kautzky-Willer, die erste Professorin für Gender Medicine in Österreich ihre Antrittsvorlesung mit dem Titel „Biologische und gesellschaftliche Aspekte der Gendermedizin“.

In den stark zunehmenden Stoffwechselerkrankungen sieht Kautzky-Willer einen wichtigen Ansatzpunkt der Gendermedizin:  „Durch das Zusammenspiel genetischer, hormoneller und Umweltfaktoren sind sie für die PatientInnen besonders bedrohlich und für die Forschung interessant“. Dabei haben Lebensstil, Kultur und Migration ebenso wie psychosoziale Faktoren einen großen Einfluss, betont die Endokrionologin.

Antrittsvorlesung Alexandra Kautzky-Willer
„Biologische und gesellschaftliche Aspekte der Gendermedizin“
Donnerstag, 28. Juni 2012, 11 uhr
Jugendstilhörsaal der MedUni Wien

Zur Person
Alexandra Kautzky-Willer ist Expertin auf dem Gebiet Endokrinologie und Stoffwechsel, wo geschlechtsspezifische Unterschiede besonders auffällig sind. Nach Promotion (1988) und Abschluss der Facharztausbildung „Innere Medizin“ (1996) habilitierte sie sich 1997 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2002 ist Kautzky-Willer Leiterin der Diabetesambulanz, Lipidambulanz und Adipositasambulanz an der Universitätsklinik für Innere Medizin III.

Neben langjährigen Mitgliedschaften in nationalen und internationalen internistischen Fachgesellschaften ist Kautzky-Willer Vorstandsmitglied der österreichischen und Member der internationalen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin. Als Expertin fungiert sie auch als Wissenschaftliche Gutachterin u.a. für die Wissenschaftsfonds in Deutschland und Irland und als Reviewerin zahlreicher internationaler Fachjournale.  Im Jahr 2011 wurde Kautzky-Willer bei der Wahl der Österreicher des Jahres 2011 in der Kategorie „ForscherInnen“ unter die Top 3 nominiert, erst kürzlich erschien Ihr Buch „Gesundheit: Eine Frage des Geschlechts“.