Skip to main content

news

Christian Lupinek erhält Theodor-Billroth-Preis

(Wien, 05-12-2014) Christian Lupinek vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien wurde von der Wiener Ärztekammer mit dem Theodor-Billroth-Preis ausgezeichnet.

 

Christian Lupinek wurde für seine Arbeit „Advances in allergen-microarray technology for diagnosis and monitoring of allergy: the MeDALL allergen-chip“ ausgezeichnet. Lupinek beschäftigte sich darin mit der Entwicklung eines Allergen Microarrays für die Austestung von Seren aus Kinderkohorten im Rahmen des EU-Projekts „MeDALL“ (Mechanisms of the Development of Allergies).

Das Projekt "MeDALL"
Um die Entstehung und den Verlauf von Allergien genauer zu erforschen, wurde 2010 das von der EU finanzierte Projekt „MeDALL“ gestartet. Im Rahmen dieses Projekts wurde am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien, in Kooperation mit Phadia Multiplexing/Thermo Fisher Scientific, ein sogenannter Allergen-Microarray („MeDALL-Chip“) entwickelt. Dieser Allergen-Chip enthält auf einer Fläche von ungefähr einem Quadratzentimeter mehr als 170 verschiedene Allergenmoleküle. Mit einem Tropfen Serum kann damit ein sehr detailliertes Sensibilisierungsprofil des Patienten oder der Patientin erstellt werden, welches nicht nur die Allergenquellen, sondern die einzelnen Moleküle identifiziert, gegen die der/die PatientIn sensibilisiert ist.

Am MeDALL-Projekt nehmen zahlreiche Forschungsgruppen aus verschiedenen europäischen Ländern teil, die insgesamt einige Tausend Kinder von ihrer Geburt an begleiten - teilweise bereits seit den 1990er-Jahren -, um in regelmäßigen Abständen Serumproben und Befunde zum klinischen Verlauf der Allergien zu sammeln. Bisher wurden ungefähr 9000 Seren aus diesen Geburtskohorten mit dem MeDALL-Chip ausgetestet.

Die Befunde ermöglichen es nicht nur, länderspezifische Sensibilisierungsprofile zu erstellen und die weitere epidemiologische Entwicklung der Allergien in Europa genauer vorherzusagen, sondern auch jene Kinder zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko haben, schwerere Symptome, wie beispielsweise allergisches Asthma, zu entwickeln. Basierend auf diesen Daten sollen Strategien entwickelt werden, mit denen die allergische Sensibilisierung verhindert beziehungsweise der Krankheitsverlauf verzögert oder abgeschwächt werden kann.

Zur Person
Christian Lupinek studierte Medizin in Wien und absolvierte sein Dissertationsstudium unter der Betreuung von Rudolf Valenta am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien von 2001 bis 2005. Im März 2013 schloss er dort seine Ausbildung zum Facharzt für Pathophysiologie ab. Er ist Mitglied mehrerer Fachgesellschaften sowie Reviewer der wissenschaftlichen Journale „Pediatric Allergy and Immunology“ und „International Archives of Allergy and Immunology“.