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Christine Marosi

Titel: Ao. Univ.-Prof.in Dr.in 
Betriebsrätin des wissenschaftlichen Personals seit 2004


Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?
Am Anfang wollte ich nur die bestmögliche Ausbildung, nachdem ich vorher 1 Jahr in einem Landkrankenhaus gearbeitet hatte und über den medizinischen Standard dort sehr enttäuscht gewesen war. Im Zuge der Mitarbeit ist dann mein Interesse erwacht.

 

Wie verlief Ihr wissenschaftlicher Weg?
Sicher nicht bewusst geplant, dafür bin ich erstaunlicherweise genau dort gelandet, wo ich eigentlich - auch schon als Kind - hin wollte. Nun bin ich in einer Position, wo ich mir zumindest einbilden kann, die Entwicklung des Faches in Europa aktiv mitzugestalten.

 

Was sind Ihre Stärken und wie konnten Sie diese für Ihre Karriere nutzen?

  • Neugier
  • Skepsis
  • schwarzer Humor
  • Durchhaltevermögen
  • hohe Frustrationstoleranz
  • + gute Gesundheit, wenig Schlafbedürfnis, so dass ich die Ausbildung und die vielen folgenden Jahre im Haus überhaupt aushalten konnte.

 

Was sind Ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?
siehe vorgehende Antwort. Auslandsaufenthalt an der Erasmusuniversität Rotterdam, bei Anne Hagemeijer, die eine herausragende Zytogenetikerin und Persönlichkeit ist. Überlassung eines Fluoreszenzmikroskopes durch Prof.Dr.E.Neumann für meine wissenschaftliche Arbeit.

 

Was war Ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?
2x beim FWF eingereicht, 2x abgelehnt:
beim ersten Mal: Sie haben doch ein Kind, Sie können doch jetzt kein wissenschaftliches Projekt machen
beim zweiten Mal: Sie hatten nicht die Unterstützung Ihres Klinikchefs (die hatte gerade eben ein "frischgefangter" junger Mann, der 6 Monate später die Klinik mit dem Projektgeld verlassen hat) -> keine Zeit verlieren mit Einreichungen beim FWF

 

War es für Ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?
Ja.

 

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
Meine Eltern haben mein Kind immer, wenn ich keine Zeit hatte, versorgt. Ohne sie wäre eine Berufstätigkeit meiner Person, noch dazu an der Klinik (nie unter 80 Wochenstunden), nicht möglich gewesen.

 

Welchen Ausgleich suchen Sie in Ihrer Freizeit?

  • Literatur
  • Waldspaziergänge
  • Kochen

 

Tipps und Tricks

  • nie aufgeben
  • immer überlegen, ob man wirklich an der MUW an der Einrichtung des Ziels arbeiten kann, das man selbst erreichen will.