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Claudio Spick erhält Robert-Kienböck-Preis

(Wien, 19-11-2014) Claudio Spick von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien wurde von der Österreichischen Röntgengesellschaft mit dem Robert-Kienböck-Preis ausgezeichnet. Spick erhielt den Preis im Rahmen der Jahreshauptversammlung der ÖRG im Van Swieten Saal der MedUni Wien.

Zur Erinnerung an den hervorragenden österreichischen Arzt der Pionierzeit der medizinischen Radiologie, Robert Kienböck, verleiht die Österreichische Röntgengesellschaft jährlich den nach ihm benannten Preis. Der Preis wird für eine hervorragende wissenschaftliche Originalarbeit auf dem Gebiet der Radiodiagnostik bzw. auf dem Gebiet der diagnostischen bildgebenden Systeme verliehen. Spicks Arbeit „MRI-only Lesions: Application of Diffusion-weighted Imaging obviates unnecessary MR-guided Breast Biopsies” (im Top-Journal European Radiology (IF 4.338) publiziert) überzeugte die Jury.

Zur Arbeit

Mit der MR-Mammographie (MRM) steht das sensitivste Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs zur Verfügung. Aufgrund dieser Sensitivität werden zusätzliche Läsionen in der MRM erkannt, die bei anderen Untersuchungsmethoden (z.B. Mammographie oder Ultraschall) nicht aufscheinen. Somit ist bei diesen Läsionen die histologische Überprüfung durch MR-gezielte Biopsie notwendig.
In seiner Arbeit konnte Spick nun erstmals aufzeigen, dass diese Läsionen mittels diffusionsgewichteter MR-Bildgebung besser auf ihre Beschaffenheit (gutartig vs. bösartig) unterschieden und somit über 34 Prozent der Biopsien bei Patientinnen vermieden werden können.

Zur Person
Claudio Spick wurde 1986 in Klagenfurt am Wörthersee geboren und studierte von 2004 bis 2010 Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz.
Seit 2011 absolviert er seine Facharztausbildung an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien. Seit 2011 ist Claudio Spick Mitarbeiter der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für Gender und Molekulare Bildgebung unter der Leitung von Thomas Helbich. Einer seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte ist Bildgebung der Brust mittels MR-Tomographie (Supervisor: Pascal Baltzer).