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Comprehensive Cancer Center Vienna: Kräfte gegen Krebs bündeln

(Weltkrebstag, 04-02-2011) In Österreich werden jährlich rund 36.000 Krebserkrankungen diagnostiziert. Die häufigsten malignen Erkrankungen sind bei Männern Prostata-, Lungen- und Darmkarzinome. Frauen erkranken am häufigsten an Brust-, Darm- und Lungenkrebs, der auch insgesamt mit Abstand am häufigsten auftritt.

„In Österreich liegen die Erfolgsraten dabei im internationalen Vergleich im Spitzenbereich“, weiß Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski, der mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) an der MedUni Wien und dem AKH Wien im letzten Jahr jene Einrichtung etabliert hat, die die Kräfte im Kampf gegen den Krebs führend bündelt. Neben 28 Universitätskliniken und Klinischen Abteilungen und elf medizintheoretischen Zentren bzw. Forschungseinrichtungen der MedUni Wien kooperieren im CCC auch außeruniversitäre wissenschaftliche Institutionen.

Interdisziplinäre Tumorboards und Onkologische Forschungscluster
„Dabei wird nicht nur auf die Interdisziplinarität in der Versorgung von PatientInnen besonderer Wert gelegt, sondern auch die Verschränkung der Forschungsansätze explizit gefördert“, erklärt Zielinski. Basis dafür sind einerseits interdisziplinäre Tumorboards, in denen jeweils für einzelne Krebsarten Therapien geplant und weiterentwickelt werden, andererseits onkologische Forschungscluster. Die Cluster dienen der Verdichtung und besseren Auslastung wissenschaftlicher Ressourcen, sowie der Förderung von Austausch, Interaktion und Zusammenarbeit der erfolgreichen onkologischen Forschung am Standort Wien.

An den Wiener Universitätskliniken im AKH profitieren die KrebspatientInnen so nicht nur vom größtmöglichen Spektrum an Diagnose- und Therapieverfahren auf Grundlage der jeweils modernsten Behandlungsstandards, sondern auch vom Zugang zu klinischen Studien, „denn Studienergebnisse verändern die tägliche Praxis der Behandlung der PatientInnen“. Derzeit nehmen 20 bis 25 Prozent der onkologischen PatientInnen der MedUni Wien an Studien mit neuen Präparaten teil, beim Brustkrebs sind es bereits 30 bis 40 Prozent. Langfristig will man diese Quote verdoppeln.

Forciert und vernetzt wird durch das CCC auch die Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen auf jeder akademischen Ausbildungsstufe. Von der studentischen Ausbildung über die postgraduelle Fort- und Weiterbildung, sowie onkologisch orientierte PhD-Programme im Sinne einer interinstitutionellen Kooperation, wird ein international kompetitives Angebot etabliert.

Koordiniert wird das CCC von Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski gemeinsam mit Univ. Prof.in Dr.in Maria Sibilia, Leiterin des Instituts für Krebsforschung, und dem renommierten Brustkrebsspezialisten Univ. Prof. Dr. Michael Gnant. Vorsitzender des Kollegiums, dem Gremium der teilnehmenden Kliniken und Institute, ist Univ. Prof. Dr. Richard Pötter.

» www.ccc.ac.at