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Defi-Projekt: Burgenland wird HERZsicher

(Wien, 22-09-2015) Defis können Leben retten – deshalb stattet die Landespolizeidirektion Burgenland ab sofort Dienstfahrzeuge im gesamten Bundesland mit den lebensrettenden Geräten aus, beginnend mit 20 Stück in den Bezirken Jennersdorf, Güssing und Oberwart. Im Rahmen des Projektes, das von der MedUni Wien, in Kooperation mit der burgenländischen Polizei, PULS, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes und dem burgenländischen Roten Kreuz umgesetzt wird, werden auch alle Beamtinnen und Beamten im Umgang mit den Geräten geschult und bei entsprechenden Notrufen aktiv in die Rettungskette eingebunden.


Das Prinzip des Projektes ist simpel, aber effizient: Bei entsprechenden Notrufen, die in der Rettungsleitstelle eingehen, wird neben den Rettungskräften auch die Polizei verständigt. Wenn diese vor der Rettung am Notfallort eintrifft, übernehmen die Beamtinnen und Beamten die wichtige Aufgabe des Ersthelfers.

Laiendefibrillatoren – oder kurz „Defis“ - sind wichtige Hilfsmittel im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Sie sind einfach in der Handhabung und können durch einen kontrollierten Elektroimpuls das Herz wieder in den richtigen Rhythmus und somit zum Schlagen bringen. „Bei einem leblosen Patienten nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Effizient zu helfen ist dabei einfach: Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defis noch vor Eintreffen der Rettung können Zeugen eines Herzstillstands Hilfe leisten“, erklärt Mario Krammel von der Universitätsklinik für Anästhesie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien und geschäftsführender Präsident von PULS.

„Polizei First Responder“ in Wien ein großer Erfolg
In Wien läuft ein vergleichbares Projekt unter dem Namen „Polizei First Responder“ bereits seit 2013, und das mit großem Erfolg: „Inzwischen wurden nicht nur rund 200 Defis in Dienststellen und Einsatzfahrzeugen der Wiener Polizei installiert, es kann auch auf mehr als 100 erfolgreiche Lebensrettungen durch Beamtinnen und Beamte der Wiener Polizei verwiesen werden“, erklärt Markus Winnisch von der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Leiter des Projektes im Verein Puls.

Das Projekt wird seitens der MedUni Wien von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe betreut und wissenschaftlich ausgewertet.

Teilnehmende Kliniken:
Universitätsklinik für Anästhesie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie
Universitätsklinik für Innere Medizin II / Kardiologie
Universitätsklinik für Notfallmedizin
Universitätsklinik für Unfallchirurgie