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Drittes „Sounds and Science“-Konzert am 8. November im Konzerthaus

(Wien, 22-10-2015) Im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses findet am 8. November um 15.00 Uhr die dritte „Sounds and Science“-Veranstaltung zu Musik und Medizin statt. Der Abend steht unter dem Themenbogen „Musik und Herzversagen“. Diese einzigartige Vortrags- und Konzertreihe, die im Herbst 2014 gestartet wurde, widmet sich wichtigen Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Infektionserkrankungen. Dabei wird die Krankengeschichte klassischer Komponisten aus heutiger medizinischer Sicht der Musik dieser Komponisten gegenübergestellt. Das Programm wird von erstrangigen MusikerInnen, WissenschafterInnen der MedUni Wien sowie internationalen ForscherInnen gestaltet.

In das musikalische Programm eingebettet, schaffen die NaturwissenschafterInnen und MedizinerInnen einen aktuellen Einblick in die entscheidenden Fragen moderner Forschung jenseits der klinischen Medizin. Gemeinsam gehen sie über eine Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Kunst hinaus und bieten dem Publikum einen außergewöhnlichen Zugang zu den Themen Medizin und Musik.

Von Bruckner über Wagner und Mahler bis Kreisler
Der Abend startet mit einem Intermezzo in D-Moll für Streichquintett von Anton Bruckner, gespielt von Christian Altenburger, Lydia Altenburger, Hariolf Schlichtig, Thilo Fechner und Wen-Sinn Yang.  Von Richard Wagner steht u. a. „Träume“ aus den Wesendonck Liedern auf dem Programm – interpretiert von Wen-Sinn Yang  und Gottlieb Wallisch. Von Gustav Mahler ist das Klavierquartett Satz in A-Moll – gespielt von Christian Altenburger, Hariolf Schlichtig, Wen-Sinn Yang und Gottlieb Wallisch – zu hören. Mit dem Prelude und Allegro im Stil von Gaetano Pugnani  von Fritz Kreisler endet das Konzert.

Über den Herztod

In dieses musikalische Umfeld eingebettet, sind kurze Vorträge, die sich der Erkrankung des Herzens vor dem Hintergrund klassischer Musik widmen. Die Krankengeschichten der Komponisten Mahler, Bruckner, Wagner und Kreisler werden mit aktuellen, klinisch-medizinischen Daten veranschaulicht. Das Konzertpublikum erfährt dadurch interessante Einblicke in das musikalische Schaffen der großen Persönlichkeiten, die an diesen Erkrankungen litten.


Über Anton Bruckner sprechen Clemens Hellsberg, ehemaliger Vorstand der Wiener Philharmoniker,  und Klaus Laczika von der Universitätsklinik für Innere Medizin I der  MedUni Wien sowie Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals „St. Florianer Brucknertage“. Gian Domenico Borasio, Inhaber des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Uni Lausanne und Lehrbeauftragter für Palliativmedizin an der Technischen Universität München, macht sich Gedanken zu „Leben im Angesicht des Herztods“. Manfred Hecking, in der Facharztausbildung in Innerer Medizin/Nephrologie an der Medizinischen Universität Wien, und Thomas Weiss, Kardiologe im Wiener Wilhelminenspital, setzen sich mit Wagner auseinander. Marcus Säemann von der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien befasst sich mit Mahler und Harald Krumpöck, Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker, mit Kreisler. Den wissenschaftlichen Themenbogen schließen die Kardiologin Diana Bonderman (MedUni Wien) und der Vorstand der Universitätsklink für Herzchirurgie im LKH Salzburg, Rainald Seitenberger, ab. Durch den Abend führt der Kulturjournalist Heinz Sichrovsky.

Die Idee hinter „Sounds and Science“: Musik öffnet den Geist
Die Idee zu der ungewöhnlichen Konzertreihe hatten ein Musiker, zwei Ärzte und ein Arzt bzw. Musiker: Der Philharmoniker Thilo Fechner, die beiden Ärzte Marcus D. Säemann und Gere Sunder-Plassmann sowie Arzt und Musiker Manfred Hecking. Sie interessieren sich vor allem für die Krankheiten weltberühmter Komponisten und wollen darüber hinaus die Wissenschaft „zu Gehör“ bringen. Ob das Schaffen der Komponisten mit ihren  Erkrankungsgeschichten in Zusammenhang steht, ist dabei unwesentlich. Wichtig ist vielmehr, dass Menschen neue Erkenntnisse über Erkrankungen sowie den neuesten Stand der Forschung im Kontext der Musik  neu erleben und verstehen. Musik kann und soll den Geist öffnen: Diesen Prozess wollen die Initiatoren in Gang setzen.

Zusatz-Konzert für StudentInnen der MedUni Wien am 9. November 2015
Für StudentInnenen der Medizinischen Universität Wien findet das Konzert am 9. November ab 13 Uhr im Rahmen der Vorlesung „Interdisziplinäre Fallbesprechungen“ im Hörsaalzentrum der MedUni Wien, Ebene 7 & 8, Hörsaal 1 und Hörsaal 2, in einer adaptierten Form eine Wiederholung, mit einem noch breiter angelegten Wissenschaftsanteil, statt.

Das Konzert wird unterstützt von Österreichischer Herzfonds, AVINA Stiftung, SPLP Sunder-Plassmann Loibner & Partner Rechtsanwälte sowie Grayling Austria. Der Reinerlös der Veranstaltung wird dem österreichischen Herzfonds gespendet (www.herzfonds.at).

Weitere Infos und Tickets unter: soundsandscience.com