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Erste allergische Beschwerden durch Ragweed-Pollen in Österreich

(Wien, 18-08-2015) Ragweed ist in Österreich blühbereit, die ersten Pflanzen stäuben schon. „Da Ragweedpollen bereits in geringer Konzentration allergische Beschwerden verursachen können, sind geringe Belastungen in den betroffenen Gebieten in Österreich ab sofort zu erwarten“, sagt Katharina Bastl vom österreichischen Pollenwarndienst an der der MedUni Wien. Erste allergische Beschwerden sind bereits ab 3 bis 5 Pollen pro Kubikmeter möglich.

Betroffen ist vor allem der Südosten Österreichs: Die AllergikerInnen im Burgenland, in Niederösterreich, Wien, Steiermark, Kärnten, aber auch in Teilen Oberösterreichs müssen sich schon jetzt auf den Pollenflug von Ragweed einstellen. Die große Hitze im Juli und August hatte aber positiven Einfluss auf die Verbreitung der Ragweed Pflanzen, die heuer weniger großflächig und auch zahlenmäßig geringer auftreten als in den vergangenen Jahren. Generell, so Bastl, werde die Ragweedpollensaison 2015 daher basierend auf der lokalen Produktion an Ragweedpollen nicht die durchschnittlichen Pollenmengen erreichen.

Belastungen durch Ferntransport möglich
„Europaweit betrachtet hat die Ragweedpollensaison in Ungarn schon früher begonnen, in Frankreich hat die Blüte ebenfalls vergangene Woche eingesetzt. Ragweedpollen können durch Ferntransport durch den Wind auch nach Österreich transportiert werden und Unkrautallergiker belasten. Daher kann es auch ohne lokale Pollenproduktion zu schweren Belastungen kommen“, warnt die Expertin. Belastungskarten für Europa und Prognosekarten für Österreich gibt es auf der Website des österreichischen Pollenwarndiensts der MedUni Wien unter www.pollenwarndienst.at.

Pollen und Allergie – erster Ratgeber in Kooperation von MedUni Wien und Manz-Verlag
Wer sich grundsätzlich über Pollen und Allergien noch besser informieren möchte, kann seit April dieses Jahres einen neuen, leicht lesbaren und verständlichen Ratgeber auf wissenschaftlicher Basis zur Hand nehmen: „Pollen und Allergie – Pollenallergie erkennen und lindern“, verfasst von Uwe E. Berger und Katharina Bastl vom österreichischen Pollenwarndienst der MedUni Wien.

Das Buch ist Mitte April 2015 als erstes Sachbuch in der neuen Reihe „Gesundheit.Wissen.“ in Kooperation der MedUni Wien mit dem Manz-Verlag erschienen und im Handel erhältlich sowie auf der Website des Manz-Verlags (www.manz.at) online ohne Versandkosten bestellbar. Mit Hilfe des Buchs lässt sich zum Beispiel leicht herausfinden, was, wann und in welcher Form blüht und die Ursache für mögliche Beschwerden sein kann.

» Zum Buch und zur Online-Bestellung

Fünf Forschungscluster an der MedUni Wien
Insgesamt sind fünf Forschungscluster der MedUni Wien etabliert. Dort werden in der Grundlagen- wie in der klinischen Forschung vermehrt Schwerpunkte an der MedUni Wien gesetzt. Die Forschungscluster umfassen medizinische Bildgebung, Krebsforschung/Onkologie, kardiovaskuläre Medizin, medizinische Neurowissenschaften und Immunologie. Der Pollenwarndienst und dessen Forschungsarbeit an der MedUni Wien fällt in den Themenbereich des Clusters für Immunologie.