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Experimentelles Medikament einer MedUni Wien- Entwicklung bei Ebola erfolgreich angewendet

(Wien/Frankfurt, 06-11-2014) Das experimentelle Medikament FX06 wurde erfolgreich bei einem Patienten mit Multiorganversagen nach Ebola-Infektion an der Frankfurter Universitätsklinik eingesetzt. FX06 ist ein Eiweißfragment, das als Teil des Blutklebstoffs Fibrin (Peptid B-beta15-42) "löchrig" gewordene Blutgefäße versiegeln kann, aus denen Flüssigkeit in das Gewebe austritt. Es können dadurch Komplikationen von schweren Infektionen behandelt werden.

FX06 wurde von Peter Petzelbauer an der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien entwickelt und erfolgreich in präklinischen Studien zur Behandlung von experimentellen Herzinfarkten, Herztransplantationen und bakteriellen Infektionen untersucht. Die erstmalige Verabreichung an Gesunde zur Bestätigung der Sicherheit und Verträglichkeit erfolgte an der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien durch Michael Wolzt.

Das Wiener Biotech-Unternehmen Fibrex führte FX06 als Therapie nach Herzinfarkt in klinische Studien bei PatientInnen ein. Derzeit hat FX06 noch keine Zulassung als Arzneimittel.