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Florian Zwolanek erhält Publikationspreis der Deutschen Mykologischen Gesellschaft

(Wien, 20-08-2015) Florian Zwolanek von der Abteilung für Molekulare Genetik der MedUni Wien wird von der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMYKG) für eine hochbeachtete Studie zu Pilzinfektionen und darauf basierenden entzündlichen Immunreaktionen mit dem Publikationspreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird Zwolanek auf der diesjährigen Jahrestagung der DMyKG in Jena im September offiziell verliehen.


Die Studie „The non-receptor tyrosine kinase Tec controls assembly and activity of the noncanonical caspase-8 inflammasome“ wurde im führenden Journal PloS Pathogens publiziert. Die vielbeachtete Publikation ging aus einer engen Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe von Karl Kuchler mit der Gruppe von Wilfried Ellmeier von der MedUniWien hervor.


In der prämierten Arbeit war es den AutorInnen gelungen, die molekulare Funktion eines bisher unbekannten Signalüberträgers in Immunzellen zu entschlüsseln. Sie konnten zeigen, dass die Tyrosin Kinase Tec die Entstehung hochentzündlicher Immunreaktionen massiv vorantreibt. Tec stellt somit einen entscheidenden Faktor in der Entwicklung einer infektiösen und oft tödlich endenden Sepsis dar. Die Arbeit liefert weiters einen bedeutenden Ansatzpunkt für einen möglichen Paradigmenwechsel in der antifungalen Therapie: Bisher wurde bei PatientInnen in der Klinik nur der Pilz aktiv mit Medikamenten bekämpft – oft verbunden mit starken Nebenwirkungen. Die besagte Studie liefert jedoch erstmals eindeutige Ergebnisse, die zeigen, dass die medikamentöse Unterdrückung der entzündlichen Immunreaktion die Lethalität invasiver Pilzinfektionen dramatisch reduziert und so zu besseren Überlebensraten führt.


Zur Person

Florian Zwolanek studierte Molekulare Biologie an der Universität Wien (Abschluss mit Auszeichnung). Er absolviert derzeit sein PhD-Studium im Bereich Immunologie an der MedUni Wien in der Abteilung für Molekulare Genetik in der Arbeitsgruppe von Karl Kuchler am Campus Vienna Biocenter.


Max F. Perutz Laboratories

Die Max F. Perutz Laboratories (MFPL) sind ein gemeinsames Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien am Campus Vienna Biocenter. An den MFPL arbeiten rund 500 WissenschafterInnen in mehr als 60 Forschungsgruppen im Bereich der biomedizinischen Grundlagenforschung sowie in der Molekularbiologie und in der Systembiologie.

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» Max F. Perutz Laboratories
» Website Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft