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Frühgeborenen-Tag: Beste Betreuung der Allerkleinsten garantiert

(Wien 16-11-2012) Jährlich werden an der MedUni Wien/AKH Wien rund 100 Kinder versorgt, die zwischen der  Schwangerschaftswoche 23 und 27 geboren wurden, also um bis zu 17 Wochen zu früh. Im deutschsprachigen Raum gibt es kein anderes Perinatalzentrum, das eine so große Anzahl extrem unreifer Frühgeborener betreut. Eine Betreuung, die perfekt auf die Bedürfnisse sowohl der Babys als auch der Eltern abgestimmt ist: Mit einer sehr frühen Integration der Eltern in den Pflegealltag, 24-Stunden-Besuchsmöglichkeit und mit intensivmedizinischer Betreuung auf höchstem wissenschaftlichen Niveau.

„Früher wurden Eltern auf der neonatologischen Intensivstation als „Besucher“
 gesehen, heute ist es State of the Art, dass die Eltern frühzeitig in die Betreuung eingebunden werden. Das frühe Herstellen der Eltern-Kind-Beziehung ist für die Entwicklung der Kleinen enorm wichtig“, sagt Angelika Berger von der Kinderklinik der MedUni Wien/AKH Wien anlässlich des Welt-Frühgeborenen-Tags am 17. November.

Eines der größten Perinatalzentren Europas
 Anfang 2012 wurde das Perinatalzentrum, eines der größten in Europa, auf Ebene 15 im AKH Wien um eine weitere  Station mit 12 zusätzlichen neonatologischen Intermediate-Care-Betten erweitert. „Dadurch wurde nicht nur die Versorgung der Frühgeborenen weiter verbessert, sondern auch die direkte Betreuung durch die Eltern erleichtert“, so Berger, „Es gibt für die Eltern und das betreuende Personal ausreichend Platz und angemessene Rückzugsmöglichkeiten, womit wir den speziellen Bedürfnissen dieser Kinder und Familien über die selbstverständliche Versorgung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hinaus gerecht werden können“

Zusätzlich zur neuen IMC Station auf Ebene 15 besteht das Perinatalzentrum aus einer neonatologischen Intensivstation und einer neonatologischen Intermediate Care Station im Bereich der Kliniken am Südgarten, und aus dem Geburtsbereich mit angeschlossener Neonatologie-Intensivstation. Weiters gibt es ein Kinderzimmer mit zusätzlichen acht Betten, wo stabile Frühgeborene gemeinsam mit der Mutter versorgt werden können.

Entwicklungsfördernde Betreuung  verbessert das Outcome Frühgeborener
Im Zentrum entwicklungsfördernder Betreuungskonzepte steht die optimale Gehirnentwicklung Frühgeborener. Dazu gehört auch die nicht-medikamentöse Schmerztherapie. „Zum Beispiel wirkt Saccharose auf dem Schnuller wie ein Schmerzmittel“, sagt Berger. Auch die so genannte Känguru-Methode kommt bei stabilen Frühgeborenen zum Einsatz: Darunter versteht man grundsätzlich den Hautkontakt zwischen Kind und Mutter oder Vater. Während des engen Kontakts – das Baby liegt auf der Brust eines Elternteils – werden verschiedene Sinne stimuliert und gefördert: Das Gehör durch die Stimmen der Eltern, der Gleichgewichtssinn durch deren Bewegungen oder der Tast- und Geruchssinn. Zusätzlich wirkt der Herzschlag der Eltern beruhigend.

Termin: Update Neonatologie, „News from the World“
Am Samstag, 17. November (10.45-15.15 Uhr), findet ein Fach-Symposium zu den neuesten Erkenntnissen in der Neonatologie im Wiener Museumsquartier (Ovalhalle, Museumsplatz 1, 1070 Wien) statt. Voranmeldung per E-Mail :  k.schafflechner@torrex.chiesi.com