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Hertha-Firnberg Nachwuchsstelle an MedUni Wien vergeben

(Wien, 19-05-2010) Am 18. Mai fand die feierliche Vergabe der Hertha-Firnberg- bzw. Elise-Richter-Stipendien durch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl statt. Diese Stipendien des Wissenschaftsfonds FWF gehen an Forscherinnen, die am Beginn ihrer Karriere stehen und bereits herausragende wissenschaftliche Arbeiten vorweisen können.

Eine dieser stark limitierten und nach strengen Auswahlkriterien vergebenen Nachwuchsstellen ging an Frau Dr.in Svitlana Demyanets von der Universitätsklinik für Innere Medizin II, Abteilung für Kardiologie, für ihr Forschungsprojekt „Interleukin-33/ST2 in kardiovaskuläre Pathophysiologie“.

In dieser Arbeit wird die Rolle von Interleukin-33/ST2 untersucht, das eine bedeutende Rolle bei verminderter Herzleistung (Herzinsuffizienz) beziehungsweise Herzinfarkt (Myokardinfarkt) spielen dürfte, den häufigsten Komplikationen mit Todesfolge bei Atherosklerose (Arterienverkalkung). Studien an Mäusen haben ergeben, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Fehlen bzw. gehäuften Auftreten von ST2 und Herzerkrankungen gegeben ist. Die Mechanismen, welche für diese Effekte von IL-33/ST2 im kardiovaskulären System verantwortlich sind, sind jedoch noch nicht zur Gänze geklärt.

Die Studie von Svitlana Demyanets soll nun die Expression, Regulation und Funktionen des IL-33/ST2 Systems in humanen kardialen (Fibroblasten und Myozyten) und vaskulären Zellen (glatten Muskelzellen und Endothelzellen aus Koronararterien und Aorten) in vitro, im Herzgewebe von an Herzinsuffizienz erkrankten  PatientInnen ex vivo und in Myokardinfarkt- und Atherosklerose-Modellen in der Maus in vivo untersuchen.
Die Aufklärung einer möglichen funktionellen Rolle des IL-33/ST2 Systems bei Atherosklerose, Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz könnte das IL-33/ST2 System als einen potentiellen Kandidaten für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen etablieren.


Zur Person: Dr.in Svitlana Demyanets erwarb nach ihrer Ausbildung in der Ukraine und der Nostrifikation 2004 ihren PhD 2008 an der MedUni Wien (Betreuer Ao.Univ. Prof. Dr. Johann Wojta). Sie hat bereits an zahlreichen spezifischen Publikationen mitgewirkt und diverse Auszeichnungen erhalten.