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Hohe WWTF-Förderung holt Top-NachwuchsforscherInnen nach Wien

(Wien, 07-01-2015) Mit hohen Förderungen holt der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) herausragende Nachwuchswissenschafter für Forschungsarbeiten nach Wien. Bei der zweiten Ausschreibung des "Vienna Research Groups for Young Investigators"-Programms wurden dafür drei mit jeweils rund 1,6 Mio. Euro dotierte Förderpreise vergeben.

Aufgrund der hohen Qualität der Anträge habe man drei statt der geplanten zwei Förderungen vergeben, hieß es am Mittwoch auf Anfrage der APA im WWTF. Zwei Förderpreise gehen an die Max F. Perutz Laboratories (MFPL) der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, ein weiterer an die Fakultät für Lebenswissenschaften der Uni Wien. Mit der Unterstützung sollen herausragende Talente nach Wien geholt werden, um hier eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen.

So wird Martin Leeb mit der Förderung vom MRC Stem Cell Institute in Cambridge zurück nach Wien kommen, wo er 2009 dissertiert hat. Leeb konnte in Cambridge mit Kollegen erstmals künstliche Stammzellen mit nur einem Chromosomensatz herstellen, mit deren Hilfe man die Auswirkung einer genetischen Veränderung viel leichter ablesen kann als bei herkömmlichen Zellen mit doppelter genetischer Information.

Christopher Campbell von der University of San Francisco will an den MFPL den genauen Ablauf der Chromosomen-Segregation untersuchen. Das ist ein Prozess, der häufig in Krebszellen nicht mehr funktioniert. Und die Australierin Jillian Petersen kommt vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen an das Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Uni Wien. Sie wird sich dort mit der Interaktion von symbiontisch lebenden Bakterien mit marinen Muscheln beschäftigen und damit den Forschungsschwerpunkt "Symbiose" um eine weitere Facette erweitern.