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Ina Michel-Behnke

Univ.Prof.in Dr.in
Professorin für Pädiatrische Kardiologie (Uni Gießen)

 

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?
Der Wunsch, wissenschaftlich in der Medizin tätig zu sein entwickelte sich aus dem persönlichen Schicksal naher Verwandter mit tödlichen Erkrankungen und dem daraus wachsenden Bedürfnis der Weiterentwicklung diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten und damit der ursächlichen Auseinandersetzung mit schweren Krankheitsentitäten und deren erfolgreiche Bewältigung.

 

Wie verlief Ihr wissenschaftlicher Weg?
Im Rahmen der Hochschulausbildung Dissertation über Phospolipidgehalt und –muster in Spermatozoen und Seminalplasma (Prof. Dr. Kreysel, Bonn). Nach dem Studium der Humanmedizin zunächst 2 Jahre wissenschaftliche Tätigkeit im Rahmen eines DfG-Stipendiums am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried in München.
Aufgrund dieser Erfahrungen Wechsel ans Molekulargenetische Labor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Mainz mit dem Schwerpunkt RNA-analyse von Patienten mit angeborenen Sekletterkrankungen.
Sodann klinische Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde, sowie Zusatzbezeichnung, Neonatologie und Pädiatrische Kardiologie.
Mit Spezialisierung in der Pädiatrischen Kardiologie zahlreiche klinische Publikationen und seit 1996 als Oberärztin an der Justus-Liebig Universität Giessen, wissenschaftlicher Schwerpunkt auf dem Gebiet der interventionellen pädiatrischen Kardiologie. Entwicklung von Tiermodellen der flussbedingten pulmonalen Hypertonie und Forschungsaktivitäten im Bereich der Implantatforschung. Im Jahr 2005 Habilitation zum „Stellenwert katheterinterventioneller Verfahren im Bereich des Ductus arteriosus im Rahmen angeborener Herzfehler. 2008 Berufung auf die Professur Pädiatrische Kardiologie der Medizinischen Universität Wien.

 

Was sind Ihre Stärken und wie konnten Sie diese für Ihre Karriere nutzen?
Neugier und Disziplin!

 

Was sind Ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?
Der Mut und das Vertrauen meiner Lehrer auch einer weiblichen Wissenschaftlerin eine Chance zu geben.
Die Liebe und Unterstützung meiner Familie.

 

Was war Ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?
Misserfolge erweisen sich gerade in der Basiswissenschaft meist erst spät. Ein ständiges Hinterfragen seiner eigenen Arbeit hilft, diesen Erkenntnisprozess zu verkürzen.

 

War es für Ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?
Definitiv nicht!
Whatever women do, they must do twice as well as men to be thought half as good. Luckily this is not very difficult.

 

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
Als stolze Mutter einer Tochter ist die Erfahrung ein eigenes Kind zu haben die wertvollste für mich vorstellbare. Das Einfordern von Interesse, Verständnis und Unterstützung erlaubt die Bodenhaftung und Bewusstmachung, wem alle ärztlichen und wissenschaftlichen Anstrengungen zugute kommen sollten – ein zukunftsorientiertes Programm emotionaler Intelligenz.

 

Welchen Ausgleich suchen Sie in Ihrer Freizeit?
Meine Arbeit ist mein Hobby!

 

Tipps und Tricks
Über den Tellerrand hinausschauen, teilhaben an der internationalen community zur Bündelung der Energien.
Postitive Autosuggestion – wenn es mal schwierig wird!