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INiTS-Awards für MedUni-Wien-ForscherInnen

(Wien, 17-10-2014) WissenschafterInnen der MedUni Wien gehörten beim zehnjährigen Jubiläum der INiTS-Awards zu den PreisträgerInnen. Diese Preise werden für innovative wissenschaftliche Arbeiten vergeben.


Die Preise wurden in den Kategorien „Informations- und Kommunikationstechnologien“, „Life Sciences“ und „Allgemeine Technologien“ vergeben. Zusätzlich wurden noch die Special Awards „Green Tech“ sowie der „Woman Award“ verliehen.

Eine Jury bestehend aus Wirtschafts-, Wissenschafts- und GründungsexpertInnen bewertete die 60 eingereichten Arbeiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Verwertbarkeit und bestimmte so die Gewinnerinnen und Gewinner in den einzelnen Kategorien.


Die PreisträgerInnen der MedUni Wien:


1. Platz für Petra Heffeter (MedUni Wien) und Christian Kowol (Universität Wien) in der Kategorie "Life Sciences”
Wissenschaftliche Publikation: “ Tumorspezifische, Hypoxie-basierte Aktivierung von EGFR-Inhibitoren”
Die Entwicklung von Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) stellte einen Meilenstein in der Entwicklung neuer Krebstherapeutika dar. Allerdings ist die Therapie mit TKIs durch das Auftreten starker Nebenwirkungen und die Entwicklung von Chemotherapieresistenz limitiert. Ziel der hier präsentierten Arbeit war die Entwicklung eines neuen TKIs, der durch die spezifischen Eigenschaften des krankhaften Gewebes aktiviert wird. Dadurch soll die Schädigung von gesundem Gewebe verhindert und somit die Nebenwirkungen im Patienten minimiert werden.  Zu diesem Zweck wurde ein Cobalt(III)-basiertes „Prodrug-Design“ verwendet, welches die gezielte Freisetzung des aktiven TKIs durch den im soliden Tumor charakteristisch vorherrschenden Sauerstoffmangel (Hypoxie) ermöglicht. Zusammenfassend wurde in unserer Arbeit der erste tumorspezifische TKI entwickelt und die Wirksamkeit präklinisch nachgewiesen.

3. Platz für Hady Haririan in der Kategorie “Life Sciences”
Wissenschaftliche Publikation: “Salivary and Serum Chromogranin A & A-Amylase in Periodontal Health and Disease”
Die Bestimmung verschiedener Biomarker im Speichel kann in Zukunft die Frühdiagnostik von Erkrankungen erleichtern. Im Fall der Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zum Verlust der Zähne führt, liegt derzeit kein kommerzieller Speicheltest mit fundiertem wissenschaftlichen Hintergrund vor. Die Bestimmung stressgekoppelter Faktoren im Speichel hat gezeigt, dass bestimmte Biomarker bei Parodontitis im Vergleich zu gesunden PatientInnen erhöht sind. Dies könnte man sich für die Entwicklung eines Speicheltests in der Zahnmedizin zu Nutze machen, da Parodontitis eine weit verbreitete Erkrankung ist und die ZahnärztInnen zu den am häufigsten konsultierten Ärzten zählen. Der Bedarf der Minimalinvasivität nicht nur im Zusammenhang mit Behandlungen sondern auch in der Diagnostik ist im Zunehmen und von immer mehr PatientInnen gewünscht. Die Speicheldiagnostik könnte sich künftig zu einem modernen Tool in den Ordinationen und Kliniken entwickeln.


1. Platz Woman Award für Marion Prior (MedUni Wien/Universität Wien)

Diplomarbeit: „Characterization of the immune response elicited by a novel Alzheimer´s disease vaccine”
Die Anforderungen, die an Analysen gestellt werden um im Rahmen von klinischen Studien eingesetzt werden zu können, stellen für viele forschende Einrichtungen eine Herausforderung dar. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, bedarf es eines breit gefächerten Dienstleistungsspektrums, das maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedlichste Ausgangssituationen anbietet.  Das vorgestellte Konzept erstreckt sich von der Beratung von Forschungseinrichtungen bei der Weiterentwicklung von prä-klinischen Labormethoden über die Verfahrensoptimierung bis hin zum Transfer der Methodik in ein klinisches Setting. Darüber hinaus werden auch Neuentwicklung von maßgeschneiderten Verfahren, Methodenqualifizierung und –validierung, sowie die Durchführung der entwickelten Analysen im Rahmen von klinischen Studien und Transfer der Methoden zu weiteren Einrichtungen abdeckt.  


2. Platz Woman Award für Stefanie Brezina (MedUni Wien, Institut für Krebsforschung/AIT Austrian Institute of Technology)

Diplomarbeit: „Identification of tumour autoantibody signatures for early diagnosis of lung cancer”
Jährlich erkranken mehr als 1,8 Millionen Menschen weltweit an Lungenkrebs. Entscheidend für die Prognose dieser Erkrankung ist eine frühe und zuverlässige Diagnose – je früher eine bösartige Veränderung erkannt wird, desto höher die Überlebenschance des Patienten. Konventionelle Methoden sind oftmals nicht ausreichend um kleine Läsionen frühzeitig zu erkennen. Außerdem sind viele diagnostische Verfahren mit Unannehmlichkeiten für die Patienten verbunden.
Im Zuge dieser Arbeit wurde ein Biochip zur Früherkennung von Lungenkrebs entwickelt, der es ermöglicht tumorspezifische Antikörper, welche durch die körpereigene Abwehrreaktion gegen Krebszellen schon in sehr frühen Stadien der Krebsentwicklung gebildet werden, zuverlässig zu detektieren. Durch den Einsatz geringer Mengen Blut stellt dieser Biochip eine technisch einfache und minimalinvasive Diagnostikmethode dar, und bietet daher eine vielversprechende Lösung für den dringenden Bedarf einer zuverlässigen Lungenkrebsvorsorge.


INiTS

INiTS ist das Wiener Zentrum des AplusB-Programms des BMVIT und ein Unternehmen der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Wirtschaftsagentur Wien. INiTS hat sich als Business-Inkubator das Ziel gesetzt, die Erfolgswahrscheinlichkeit von innovativen Start-ups zu erhöhen. Dabei unterstützt INiTS JungunternehmerInnen, ihre Ideen in ein erfolgreiches Unternehmen umzusetzen.


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