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Internationale Anerkennung für neue Methode der Gehirntumor-Diagnose

(Wien, 12-12-2013) Zuteil wurde diese Anerkennung Julia Furtner von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien. Beim AJNR-Digest handelt sich um einen monatlichen Überblick derjenigen Artikel des Journals, die von der Redaktion als zur Zeit wissenschaftlich topaktuell gewertet werden.

In ihrer Arbeit beschreibt die Forscherin eine innovative, nichtinvasive Methode, um mittels Magnetresonanztomographie (MRT) zwischen hoch- und niedriggradigen Gliomen – den häufigsten gehirneigenen Tumoren im Erwachsenenalter – zu unterscheiden. Die PatientInnen werden dadurch weniger belastet, da auf die Gabe eines Kontrastmittels verzichtet werden kann.

Als Methode wurde eine noch sehr neue magnetresonanztomographische Perfusionstechnik namens „Arterial Spin Labeling (ASL)“ angewendet, die auf der magnetischen Markierung der Wasserstoffprotonen im arteriellen Blut basiert. Diese Technik bietet vor allem für PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion und mit Kontrastmittelallergie einen großen Vorteil, da ohne Kontrastmittelgabe anhand der Bildgebung diagnostische und therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können. Diese Möglichkeit ist auf ihrem Gebiet vollkommen neu und kann einfach und schnell in die klinische Routine, auch in niedergelassenen Praxen implementiert werden.

Die ausgezeichnete Arbeit „Arterial Spin-Labeling Assessment of Normalized Vascular Intratumoral Signal Intensity as a Predictor of Histologic Grade of Astrocytic Neoplasms“ verfasste Furtner im Rahmen ihres Doktoratsstudiums CLINS – Clinical Neuroscience (Leitung: Johannes Hainfellner) unter der Anleitung von Daniela Prayer, Stefan Wolfsberger und Matthias Preusser.