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Jubiläumsveranstaltung: Die 200. MINI MED-Vorlesung

(Wien, 13-02-2015) In Österreich leiden rund 100.000 Menschen an Demenz, etwa 60 bis 70 Prozent davon sind Fälle von Alzheimer. Präventiv könnten das Risiko für Demenz-Erkrankungen aber durch einen gesunden Lebensstil und Reduktion von Risikofaktoren verringert werden, das betonte Eduard Auff, Leiter der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien, im Rahmen seines Vortrags zum Thema „Alzheimer und Demenz“ bei der Jubiläumsveranstaltung des MINI MED-Studiums. Am (gestrigen) Donnerstag fand bereits die 200. MINI MED-Vorlesung statt. Zum Jubiläum kam Sektionschefin Pamela Rendi-Wagner aus dem Gesundheitsministerium in den Van Swieten Saal der MedUni Wien. 

In Zukunft, so Auff, sei mit einem weiteren, starken Anstieg der Demenzerkrankungen, die zumeist nach dem 65. Lebensjahr beginnen, zu rechnen: „Schätzungen gehen von rund 230.000 Erkrankten in Österreich im Jahr 2050 aus.“ Präventiv können ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, gesunder Ernährung, aber auch geistige Beschäftigung, das Ausüben von Hobbies und ein dichtes soziales Netzwerk das Risiko für eine Demenz verringern. Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Diabetes und Rauchen fördern dagegen die Entstehung gewisser Formen von Demenz.

Die ersten Symptome einer Demenz fallen häufig nicht den Betroffenen selbst, sondern ihren Angehörigen auf. Dazu gehören Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen aber auch eine depressive Verstimmung und sozialer Rückzug. „Wenn jemand solche Symptome an sich oder an einem Angehörigen bemerkt, sollte man dies neurologisch abklären lassen“, sagte Auff.

„Medizin ist nicht nur die Lehre vom Erkennen und Behandeln von Krankheiten, sondern umfasst auch die Prävention von Krankheiten. Das Wissen der Bevölkerung über Gesundheit und Krankheit stellt einen wichtigen Faktor in der Vorbeugung und frühzeitigen Behandlung von Erkrankungen dar. Im Rahmen des MINI MED Studiums vermitteln ÄrztInnen und ExpertInnen ihr medizinisches Wissen für LaiInnen verständlich und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung“, übermittelte Pamela Rendi-Wagner Grußworte von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

„Der Bildungsauftrag von Universitäten hört nicht bei der Vermittlung von Fachwissen an angehende AkademikerInnen auf. Vielmehr ist es wesentlicher Teil ihres Bildungsauftrages, neue Erkenntnisse zeitnah an die Gesellschaft weiterzugeben und so das Gesundheitsbewusstsein der Menschen zu fördern. Das Mini-Med-Studium ist damit eines von mehreren Angeboten der MedUni Wien im Sinne des  ‚lebenslangen Lernens‘“, sagte Alexandra Kautzky-Willer, Leiterin der Gender Medicine-Unit der Medizinischen Universität Wien und Vizepräsidentin von MINI MED.

„Alter ist in Österreich gleich bedeutend mit schlechter Gesundheitskompetenz. Wer das MINI MED Studium allerdings öfter als zehnmal besucht, hat eine deutlich höhere Gesundheitskompetenz als der Durchschnitt der ÖsterreicherInnen. Das bedeutet: MINI MED StudentInnen, die sich laufend weiterbilden, leben länger und in besserer Lebensqualität. Mit 452.000 Besuchern in Österreich, davon 47.000 in Wien, und 86.000 Besuchern auf dem MINI MED Video-Kanal verbessert das MINI MED Studium daher Tag für Tag die Lebensqualität der ÖsterreicherInnen,“ freuen sich die MINI MED-Geschäftsführerinnen Charlotte Sengthaler und Miriam Terner.

Über MINI MED
Das Nonprofit-Projekt MINI MED Studium unterstützt die österreichische Bevölkerung seit 15 Jahren mit rund 300 Gesundheitsvorträgen an 28 Standorten pro Jahr dabei, die eigene Gesundheitskompetenz zu erhöhen, indem Spitzenmedizin leicht verständlich vermittelt wird. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass jeder, der besser selbst Entscheidungen über seine Gesundheit treffen kann, auch besser und länger lebt. Alle ÄrztInnen referieren für die MINI MED-Vorträge ehrenamtlich und unentgeltlich. Das aktuelle MINI MED-Frühjahrsprogramm wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben und unter www.minimed.at veröffentlicht. Für die Teilnahme am MINI MED-Studium ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: www.minimed.at  oder telefonisch unter 0810081060.