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Kyriaki Papantoniou erhält Auszeichnung für hervorragende Doktorarbeit

(Wien, 13-04-2016) Kyriaki Papantoniou, Epidemiologin an der Abteilung für Epidemiologie des Zentrums für Public Health der MedUni Wien, wurde für ihre Doktorarbeit (PhD-Thesis) von der Universität Pompeu Fabra in Barcelona mit dem „PhD Extraordinary Prize of the year 2014/2015”ausgezeichnet.

Das Doktoratskollegium zeichnete die Studie „Cancer risk and hormonal changes in night shift workers“ als eine der besten PhD-Arbeiten des Studienjahres 2014/15 aus. Die Arbeit entstand am Centre for Research in Environmental Epidemiology (CREAL) in Barcelona und teils bei der Chronobiology group an der University of Surrey (UK).

Aktuelle Studien zeigen, dass Nachtschichtarbeit das Krebsrisiko erhöhen kann. Es gibt nur wenige epidemiologische Daten, vorrangig zu Brustkrebs, und die zugrunde liegenden Mechanismen sind noch weitgehend unerforscht. Das Hauptziel dieser Arbeit war es, den Zusammenhang zwischen Nachtschichtarbeit und Brust- und Prostatakrebsrisiko in einer Multi-Fall-Kontroll-Studie in Spanien zu evaluieren und zu untersuchen. Kyriaki Papantoniou konnte in ihrer Studie einen langfristigen Zusammenhang von Nachtarbeit mit gesteigertem Brustkrebs- und Prostatakrebsrisiko nachweisen. Bei den Gründen dafür wurden die geringere Melatoninproduktion, höhere Sexualhormon-Levels und zeitlich verschobene Hormonproduktionen identifiziert, die für hormonbedingte Tumorentwicklung verantwortlich gemacht werden.

Zur Person
Kyriaki Papantoniou studierte Medizin an der Universität in Patras (Griechenland) und machte den Master of Public Health (MPH) sowie ihren PhD an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Seit Dezember 2015 arbeitet sie an der Abteilung für Epidemiologie am Zentrum für Public Health der MedUni Wien. Im Zentrum ihres Forschungsinteresses stehen die Epidemiologie chronischer Erkrankungen und Biomarker für Krankheitsrisiken. Derzeit arbeitet sie an einem Projekt über Biomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen bei alternden NachtschichtarbeiterInnen. Sie ist Teil des Entwicklungsteams für den Kurs „Advanced Epidemiological Methods“, der in das PhD-Studium „Public Health“ implementiert werden soll.

» Abteilung für Epidemiologie am Zentrum für Public Health