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„Landkarte der Herzsicherheit“ markiert Defibrillator-Standorte

(Wien, 28-05-2015) Der frühe Einsatz eines Defibrillators kann im Fall eines Herzstillstands Leben retten. Mit der webbasierten Datenplattform www.definetzwerk.at präsentiert die MedUni Wien gemeinsam mit Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, eine unabhängige und neutrale Plattform, in der Defi-Standorte künftig ersichtlich sind. Die Datenbank wird den Leitstellen der Rettungsorganisationen zur Verfügung gestellt – so soll die Zahl der Defianwendungen durch Ersthelfer und in Folge die Zahl der Überlebenden eines Herzstillstands erhöht werden.

Der plötzliche Herztod fordert in Österreich jährlich mehr als 12.000 Menschenleben. Der frühe Einsatz eines Defis kann im Falle eines Herzstillstandes Leben retten.
Ziel des Projektes Definetzwerk ist es, die für jedermann zugänglichen Laien-Defibrillatoren in einem mehrfach verifizierten Datensatz zu kartographieren und die Daten mit Hilfe einer Datenbank nutzbar zu machen, damit im Ernstfall schnell das nächste Gerät gefunden werden kann.

„Das Projekt Definetzwerk ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen den plötzlichen Herztod, denn es macht das Potenzial der in Österreich kontinuierlich ansteigenden Zahl an öffentlich zugänglichen Defis für die Rettungsleitstellen und in Folge auch für Ersthelfer besser nutzbar.“ so Projektleiter Mario Krammel von der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien.
„Daher bitten wir auch jeden, der einen Defi-Standort kennt, diesen im Definetzwerk einzumelden.“ Das geht ganz einfach über eine benutzerfreundliche Eingabemaske auf der vom Projektpartner 144 Notruf NÖ programmierten Webplattform www.definetzwerk.at, die den Benutzer Schritt für Schritt durch die Eingabe führt.

Zur Verifizierung und Wartung des Datensatzes setzt das Definetzwerk auf die Kooperation mit Einsatzorganisationen, privaten Erhaltern, Einbindung von Defi-Vertriebsfirmen und Crowdsourcing. Das heißt: Jedermann kann einen neuen Defibrillator-Standort selbst online eingeben. Damit der Datensatz auch qualitativ abgesichert ist, wird jede Eingabe jedoch erst nach Verifikation durch interne Administratoren freigeschaltet. Langfristig schafft das Projekt ein laufend gewartetes, nationales, öffentlich zugängliches Defi-Register mit standardisierten Daten in Bezug auf Defi-Standort, Benutzung und Betreuung.

Eine begleitende Evaluierung des Projektes durch die MedUni Wien soll Aufschluss über die Effektivität geben. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, an der sich vier Universitätskliniken beteiligen (Anästhesie, Notfall, Innere/Kardiologie, Unfall), betreut das Projekt wissenschaftlich.

» definetzwerk.at