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Letztes Studienjahr ab 2014/15 als klinisch-praktisches Jahr

(Wien 25-02-2012) Das Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien wird neu organisiert. Das sechste und letzte Studienjahr wird ab dem Wintersemester 2014/15 zum klinisch-praktischen Jahr. Damit setzt die MedUni Wien einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Praxisorientierung im Medizin-Curriculum. 

Im klinisch-praktischen Jahr (KPJ) sollen die Studierenden die in den vorangegangenen fünf Studienjahren erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten gemäß dem österreichischen Kompetenzkatalog vertiefen. Dieser von den österreichischen Medizin-Universitäten gemeinsam erstellte Katalog für ärztliche Fertigkeiten bildet die Basis des klinisch-praktischen Jahres, das eine praktische Ausbildung im Umfang von 48 Wochen vorsieht.

„Im praktischen Jahr wird die fachliche Ausbildung um die praxisbezogene umfassende Tätigkeit am Krankenbett, die Teilnahme an klinischen Besprechungen und die längerfristige Einbindung und Erprobung im Team komplettiert“, erklärt Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin für Lehre an der MedUni Wien. „Es stellt eine wichtige Weiterentwicklung des Wiener Medizin-Curriculums im Sinne der Qualitätssteigerung dar. Es freut mich, dass es den Medizin-Unis gelungen ist, gemeinsame Standards festzulegen.“

Das KPJ ist in drei Teile zu je 16 Wochen gegliedert, bei denen die Studierenden die Themenbereiche „Innere Medizin“, „Chirurgische und perioperative Fächer“ und „Wahlfächer“ (eines zu 16 bzw. zwei zu acht Wochen) behandeln. Geplanter jährlicher Start soll der Montag in der ersten Augustwoche sein. Weitere Einstiegsdaten folgen alle acht Wochen. Bei durchgehender Absolvierung des klinisch-praktischen Studienjahrs ist es Ende Juni im sechsten Studienjahr abgeschlossen.

Das 5. Studienjahr wird dementsprechend adaptiert, voraussichtlich mit Curriculum-Elementen aus den Bereichen Notfallmedizin, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie, HNO, Ophtalmologie, Diagnosewissenschaften und interdisziplinäres PatientInnen-Management. Im 4. Studienjahr wiederum wird künftig Basiswissen über Innere Medizin, Chirurgie und Dermatologie vermittelt. Detailfragen, wie zum Beispiel die „soziale Verträglichkeit“ werden in Arbeitsgruppen erarbeitet.