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Maximilian Marhold erhält Förderungspreis der Fellinger Krebsforschung

(Wien, 02-07-2014) Maximilian Marhold von der Universitätsklinik für Innere Medizin I und dem Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien erhält den mit 20.000 Euro dotierten Krebsforschungsförderungspreis der Fellinger Krebsforschung. Das von ihm eingereichte und nunmehr geförderte grundlagenwissenschaftliche Projekt befasst sich mit der Hormonabhängigkeit stammzellartiger Krebszellen des Prostatakarzinoms.

Das Forschungsprojekt
Das Prostatakarzinom stellt die häufigste Krebserkrankung von Männern in Österreich dar. In vielen Fällen, vor allem aber beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom, wird eine Hormontherapie angewandt, die das testosteronabhängige Wachstum des Tumors unterbinden soll. Obwohl die meisten Patienten gut auf die Therapie ansprechen, kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zur Entwicklung einer Resistenz kommen, die eine schlechte Prognose bedingt. Für diese werden unter anderem resistente „stammzellartige“ Krebszellen verantwortlich gemacht, deren Erforschung sich das geförderte Forschungsprojekt widmet.

Die Fellinger Krebsforschung
Die „Fellinger Krebsforschung“ vergibt seit 2003 jährlich Forschungsförderungspreise für Projekte, die zum Informationsgewinn über die Biologie maligner Erkrankungen beitragen. Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die Erforschung der Mechanismen der malignen Entartung, der Prävention, der Diagnose und der Therapie von Krebserkrankungen sowie deren Nachsorge.
Anlass zur Gründung des Vereins war das Ableben von Karl Fellinger (geboren am 19. Juni 1904 in Linz, gestorben am 8. November 2000 in Wien). Er gehörte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den international angesehensten österreichischen Ärzten. Zwischen 1946 und 1975 war er Vorstand der II. Medizinischen Universitätsklinik in Wien und wurde zum 600-jährigen Gründungsjubiläum der Wiener Universität 1964 zu deren Rektor gewählt. Er galt zu seinen Lebzeiten als Doyen der Internisten in Österreich. Einen Großteil seiner Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit verdankte Karl Fellinger der von ihm für den ORF gestalteten Fernsehserie „Der gläserne Mensch“, in der er von 1977 bis 1979 dem Publikum medizinisches Wissen vermittelte. Zu seinen PatientInnen zählten Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, darunter gekrönte Staatsoberhäupter, Staatspräsidenten, Kirchenfürsten, unzählige Diplomaten, aber auch wenig bemittelte Leute, die er oft ohne Honorar behandelte.


Zur Person

Maximilian Marhold, geboren 1988 in Wien, studierte von 2007 bis 2013 Humanmedizin im Exzellenzprogramm „MDPhD“ der MedUni Wien. Seine Diplomarbeit verfasste er im Rahmen eines klinischen Forschungsprojektes an HirntumorpatientInnen von Richard Crevenna (Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation) und Christine Marosi (Universitätsklinik für Innere Medizin I). Seit 2011 arbeitet Marhold als Dissertant in der Arbeitsgruppe von Michael Krainer an der Universitätsklinik für Innere Medizin I (Comprehensive Cancer Center), wobei seine Anstellung durch ein von ihm eingeworbenes translationelles Forschungsstipendium der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (OeGHO) finanziert wird.

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