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MedUni Wien bietet Flüchtlingen eine Chance auf Teilnahme am MedAT 2017

(Wien, 15-03-2016) Im Rahmen des Projekts MORE, das die Universitätenkonferenz uniko im vergangenen Herbst gestartet hat und gleichzeitig in Verbindung mit dem eigenen Mentoring-Programm gibt die MedUni Wien derzeit 13 Flüchtlingen aus Syrien und dem Iran die Chance, alle Voraussetzungen zu erwerben, die nötig sind, um im Juli 2017 am MedAT-Aufnahmeverfahren für das Medizinstudium in Wien teilzunehmen.


„Es ist ein harter Weg für sie, aber eine große Chance“, betont die Leiterin des Mentoring-Programms Angelika Hofhansl. „Nun liegt es an den Flüchtlingen selbst, ob sie diese ergreifen können. Das haben wir ihnen in einem Erstgespräch auch deutlich gemacht.“ Denn Erleichterungen für die Zulassung oder eine Garantie dafür gibt es keine. Bis ins Frühjahr 2017, wenn die Anmeldung startet, müssen die 13 StudienbewerberInnen – vier Frauen und neun Männer – viele Prüfungen ablegen, etwa in Fächern wie Chemie oder Physik, da deren Matura von zuhause hier nicht angerechnet wird, und vor allem perfekt Deutsch lernen, um die Fragen beim MedAT auch richtig verstehen zu können. Die MedUni Wien unterstützt diesen Kurs auch finanziell.


Interkulturelle Kompetenz und soziale Integration

Auf diesem Weg werden sie ab sofort von derzeit 20 „Buddies“ begleitet – das sind Mentees, die selbst bei MentorInnen das Mentoring-Programm der MedUni Wien in Anspruch nehmen, das seit 2009 angeboten wird. „Es soll den Studierenden, die am Anfang ihrer Karriere stehen, dadurch die Möglichkeit geboten werden, von der Erfahrung, den Erkenntnissen und dem Netzwerk etablierter Wissenschafter und Wissenschafterinnen zu profitieren“, sagt Hofhansl. Im Rahmen der MORE-Initiative profitieren nun die Flüchtlinge von den Erfahrungen der Mentees. Die MentorInnen stehen als Support ebenfalls zur Verfügung.

Das Kick-Off-Meeting fand Mitte Februar statt. Dabei wurden die Mentees von Hofhansl und Christine Binder-Fritz, die den Universitätslehrgang für „Transkulturelle Medizin und Diversity Care“ abhält, in einem vierstündigen Seminar in interkultureller Kompetenz unterrichtet, außerdem wurden aber auch Fragestellungen wie „was bedeutet eine Flucht?“ oder „wie geht man mit einem Trauma um?“ behandelt. Hofhansl: „Unsere derzeit 20 Buddies waren aber ohnehin schon für das Thema sensibilisiert und vorgebildet, manche haben beim ‚Train of Hope‘ teilgenommen, andere kommen selbst aus fernen Ländern oder haben bereits mit Flüchtlingshilfe zu tun gehabt.“

Die Hilfe der Mentees soll neben der Unterstützung im studentischen Leben aber auch niederschwellige Faktoren beinhalten wie die soziale Integration der Flüchtlinge und gemeinsame private Unternehmungen.