Skip to main content

news

MedUni Wien erhält Förderung für Spezialforschungsbereich

(Wien, 12-12-2013) Die neuen SFBs sind mit Bewilligungsvolumina von 1,8 Mio. € bis 5,8 Mio. € die „Königsklasse“ der diesjährigen FWF-Bewilligungen, denn sie ermöglichen bei einer Laufzeit von zunächst vier Jahren, den Aufbau von Top-Forschungsteams, die sich großteils aus jungen DoktorandInnen und Postdocs zusammensetzen. Mit den nunmehr bewilligten neuen SFBs und DKs werden auf Projektbasis für eine Dauer von vier Jahren rund 100 Projekt-stellen zusätzlich für junge Wissenschafterinnen und Wissenschaftern in Österreich geschaffen. Einer der neuen Spezialforschungsbereiche „Zelluläre Mediatoren zwischen Entzündung und Thrombose“ ist unter der Leitung von Johannes Schmid an der MedUni Wien angesiedelt.


Schmid und sein Team untersuchen in Kooperation mit weiteren interdisziplinären Forschungsgruppen und erfahrenen Klinikern die zellulären und molekularen Verbindungen zwischen Thrombose und Entzündungsprozessen um damit neue Strategien für die Bekämpfung von Krankheitsbildern wie Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolie zu finden.


Konkrete Ziele  des SFBs sind die Identifizierung der Veränderungen von Blutplättchen und Mikropartikel, die mit Entzündungsprozessen verbunden sind, um eine Basis für neue Therapien gegen Thrombosen aufzubauen. Außerdem die Aufklärung der Rolle aktivierter Endothelzellen und Leukozyten in  thrombotischen Prozessen; im speziellen bei Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder thrombotischen Embolien. Zusätzlich soll eine umfassenden Sammlung von Patienten-Proben aufgebaut werden, sowie eine damit verknüpfte elektronische Datenbank, um eine genauere Analyse von Bio-Markern und deren Korrelationen im Verlauf thrombotischer Erkrankungen zu ermöglichen.
Spezialforschungsbereiche bilden nach internationalem Maßstab leistungsstarke Forschungsverbünde durch die die Schwerpunktbildung und weitere Fokussierung an Universitäten vorangetrieben wird. Sie sind durchschnittlich mit 1 Mio. € pro Jahr dotiert. Unter Doktoratskollegs sind Ausbildungszentren für den hoch qualifizierten akademischen Nachwuchs aus der nationalen und internationalen Scientific Community zu verstehen. Sie unterstützen ebenfalls wissenschaftliche Schwerpunktbildungen an österreichischen Forschungsstätten und fördern die Kontinuität und den Impact derartiger Schwerpunkte.


In einem FWF-Doktoratskolleg schließen sich zumindest fünf, maximal 20 hochkarätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter zusammen, um – aufbauend auf einem mittelfristig angelegten und klar definierten Forschungszusammenhang – in organisierter Form Doktoratsstudierende auszubilden.
 
Insgesamt finanziert der FWF damit etwa 220 Forschungsarbeitsplätze, die den Standort in den nächsten Jahren massiv stärken und Österreich zukunftsfit machen.