Skip to main content

news

MedUni Wien: Neuer Rekord an Lungentransplantationen im AKH Wien

(Wien 31-01-2012) 2011 ist das bisherige Rekordjahr im Lungentransplantations-Zentrum von AKH Wien / MedUni Wien: 110 Eingriffe wurden an der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie unter der Leitung von Walter Klepetko von der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien vorgenommen. Damit zählt Wien weltweit zu den drei größten Zentren in Sachen Lungentransplantation.

„Dieses Transplantationsvolumen entspricht in etwa einem Drittel aller in ganz Deutschland durchgeführten derartigen Eingriffe“, sagt Klepetko. Einen wesentlich Anteil an diesem Rekord trägt die Anwendung einer neuen Methode, der so genannten „in vivo-Perfusion“, die es ermöglicht, „die Qualität von Spenderlungen außerhalb des menschlichen Körpers zu verbessern“, so Klepetko: „Die Organe werden dabei in einer eigenen Maschine über mehrere Stunden beatmet, durchspült, in ihrer Qualität noch verbessert und anschließend transplantiert.“ Damit ist es gelungen, 2011 mehr als zehn Lungen für die Transplantation verwendbar zu machen, die ansonsten nicht dafür geeignet gewesen wären.

Die Top-Position im internationalen Vergleich wurde auch durch den Aufbau von Kooperationen vor allem mit den östlichen Nachbarländern Ungarn, Slowakei, Slowenien sowie mit Kroatien, Rumänien, Estland und auch mit Griechenland und Zypern untermauert. „Wien ist das Zentrum eines grenzüberschreitenden Medizinsystems. Dabei werden Spenderorgane aus diesem geographischen Bereich genutzt und vielen Patienten dadurch erst ein derartiger lebensrettender Eingriff ermöglicht“, so Klepetko. Im Jahr 2011 war Österreich die weltweit führende Nation bei der Gesamtzahl aller Transplantationen pro Million Einwohner – vor den USA. Klepteko: „Dass Österreich  die Nummer eins ist, verdanken wir nicht zuletzt der hohen Frequenz an Lungentransplantationen.“

Verbesserte Versorgung in Österreich
Die Folge dieses internationalen Netzwerks: Auch die Versorgung der ÖsterreicherInnen mit Spenderorganen hat sich deutlich verbessert. Rund ein Drittel aller heimischen PatientInnen mit einer Lungentransplantation erhielt das passende Spenderorgan 2011 aus dem Ausland.