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MedUni Wien-Studie: Spinat schützt die Erbsubstanz

(Wien, 28-10-2011) Der beliebte Comic-Held „Popeye“, der sich ausnahmslos mit Spinat stärkte, hatte doch recht – zumindest teilweise: Denn Spinat schützt nachweislich die menschliche DNA vor oxidativen Schäden. Das haben ForscherInnen am Institut für Krebsforschung an der MedUni Wien in einer aktuellen Studie jetzt nachgewiesen. Die Studie wurde im „European Journal of Nutrition“ publiziert.

Schon 225 Gramm Spinat täglich bewahren die Erbsubstanz (DNA) von weißen Blutkörperchen vor Schäden.  Schutzeffekte der DNA werden der Prävention von Krebs und anderen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. mit Studienleiter Siegfried Knasmüller: „Wir haben nachgewiesen, dass Folsäure im Spinat sehr gut vom Körper aufgenommen wird. Dieses Vitamin ist ein wichtiger Stabilisator der Erbsubstanz.“

16 Tage lang nahmen acht Studienteilnehmer jeweils 225 Gramm Spinat zu sich. Vor, während und nach dem Verzehr wurde  untersucht ob die Erbsubstanz von Blutzellen vor oxidativen Schäden geschützt wird . Das Ergebnis: Schon sechs Stunden nach dem Verzehr zeigte sich, dass die DNA in ihrer Stabilität besser vor Sauerstoffradikalen geschützt war. Einen ähnlichen Effekt erzielt man laut Knasmüller auch mit Kohlsprossen, dazu ist  aber der Verzehr von etwa 300 Gramm täglich erforderlich.

Als Nebeneffekt gab es weitere positive Veränderungen von biochemischen Bultparametern der ProbandInnen: Der Folsäurespiegel erhöhte sich um 27 Prozent, die mit Gefäßschäden in Verbindung gebrachte Konzentration des Aminosäure-Abbauprodukts Homozystein nahm hingegen um 16 Prozent ab.

Der Forscher stellt jedoch auch fest , dass die Kombination des Konsums gewisser Speisen mit Spinat zur Bildung kerberregender Substanzen (Nitrosamine) im Magen führen kann. Knasmüller: „Fisch und Spinat oder Käse und Spinat sollten nicht gemeinsam sondern zeitlich getrennt verzehrt werden .“

Service: European Journal of Nutrition
"Impact of spinach consumption on DNA stability in peripheral lymphocytes and on biochemical blood parameters: results of a human intervention trial." Moser B, Szekeres T, Bieglmayer C, Wagner KH, Mišík M, Kundi M, Zakerska O, Nersesyan A, Kager N, Zahrl J, Hoelzl C, Ehrlich V, Knasmueller S. Eur j Nurt. 2011 Oct; 50(7):587-94. Epub 2011 Mar 9.