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MedUni Wien & VetMed: 3 Jahre gemeinsame Krebsforschung für Mensch und Tier

(Wien, 13-12-2010)  Die Erforschung neuer therapeutischer Methoden und deren erste Anwendung finden oft mit Hilfe von Tieren statt. Die sogenannte Komparative Medizin unterscheidet nicht zwischen Tier und Mensch, sondern zielt auf eine übergeordnete Denkweise im Sinne der „Einen Medizin - One Health“ ab. Um gemeinsame Forschungsarbeiten für Mensch und Tier zwischen MedUni Wien und Vetmeduni Vienna zu unterstützen, wurde der Verein „RotePfote – Krebsforschung für das Tier“ gegründet, der dieser Tage im Rahmen einer Festveranstaltung den dritten Geburtstag feierte.

Der Verein fördert sogenannte „One Health“ Forschungsprojekte, die Mensch und Tier mit Krebserkrankungen gleichermaßen als Ziel ihrer Forschungsarbeit sehen. Wertvolle Unterstützung erhält diese Initiative von Rektor Wolfgang Schütz und Vetmed Rektorin Sonja Hammerschmid, die sich auch in ihren universitären Entwicklungsplänen zum Thema der vergleichenden Medizin, mit dem Ziel medizinische Entwicklungen für Tier und Mensch gleichermaßen voranzutreiben, bekennen.

„Bisher konnten bereits drei Forschungsprojekte unterstützt werden, die darauf abzielen, neue therapeutische Konzepte gegen menschliche Krebserkrankungen auf Hunde-Krebspatienten zu übertragen, um damit auch leistbare Behandlungsmethoden für Tiere zu entwickeln,“ erklärt Präsidentin Erika Jensen-Jarolim, vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien. „Durch große Ähnlichkeiten der tierischen und menschlichen Genome wird diese Strategie in der Zukunft ungeheuer an Bedeutung gewinnen.“ Beispielsweise konnte ein Herceptin®-artiges Hunde-Immunglobulin generiert werden, das auf seine weitere Umsetzung für die klinische Anwendung in tierischen Patienten mit Brustkrebs wartet, damit Tiere wie Menschen Zugang zu wertvollen Therapien erhalten. Das Konzept der vergleichenden Medizin wird bereits Wirklichkeit.

» Weitere Informationen zu RotePfote im Internet