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Michael Bonelli erhält Erwin-Schrödinger Fellowship

Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit an der Abteilung für Rheumatologie beschäftigt sich Michael Bonelli in der Arbeitsgruppe von Clemens Scheinecker mit der Analyse von regulatorischen T Zellen in Patienten mit Systemischen Lupus Erythematosus (SLE).

 

Hierbei konnte er zeigen, dass diese Zellen nicht nur vermindert sind, sondern auch einen funktionellen Defekt aufweisen. Zusätzlich konnte er erstmals eine Zellpopulation in SLE Patienten beschreiben, welche zwar den Transkriptionsfaktor FoxP3, jedoch nicht das Oberflächenmolekül CD25 exprimieren. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Wirkung von Abatacept auf die Adhesion und Migration von Monozyten sowie diversen T Zellpopulationen in Hinblick auf deren aktivierungsabhängige Apoptose.

 

Daneben arbeitete Bonelli in den vergangenen Jahren mit dem Modell der Kollagen-induzierten Arthritis. Hierbei gelang es ihm zu zeigen, dass die Endprodukte der Heme-oxygenase-1, Biliverdin und Carbon Monoxide, die Krankheitsaktivität in der experimentellen Arthritis herabsetzten. Zusätzlich konzentrierte er sich auf Untersuchungen zur Balance zwischen Effektor T Zellen und regulatorischen T Zellen unter inflammatorischen Bedingungen.

 

Das Ziel seiner Studie ist es, die epigenetischen Veränderungen von Effektor T Zellen zu analysieren, um die Plastizität dieser Zellen zu untersuchen. Hierbei soll ein detailliertes epigenetisches Profil von unterschiedlich differenzierten Effektor T Zellen erstellt werden, die unter den pathogenen Bedingungen eines Autoimmun- und eines Infektionsmodell entstehen. Dies erlaubt eine vergleichende Analyse von pathogenen Zellen, unter autoimmunologischen und infektiologischen Bedingungen. Die Bestimmung der Mechanismen einer Trans-differenzierung von pathogenen T Zelle, bzw. die Erforschung von Möglichkeiten ihrer gezielten Steuerung soll letztendlich der Entwicklung neuer Therapieansätze bei Autoimmunerkrankungen dienen.

 

Über das Erwin-Schrödinger-Fellowship

Das Erwin-Schrödinger Fellowship ist ein Auslandsstipendium mit Rückkehrphase, das vom Wissenschaftsfonds (FWF) jährlich an junge WissenschaftlerInnen aller Fachdisziplinen aus Österreich mit besonderer Qualifikation vergeben wird und dem Erwerb von Auslandserfahrung in der Postdoktoralen Phase dient.

 

Zur Person

Dr. Michael Bonelli beendete 2005 an der Universität Wien sein Studium der Humanmedizin mit seiner Dissertation “Regulatory T cells under steady state and autoimmune conditions“ an der Abteilung für Rheumatologie. Anschießend begann er seine klinische Ausbildung für Innere Medizin an der Universitätsklinik für Innere Medizin III an der Abteilung für Rheumatologie. Zusätzlich begann er 2010 sein PhD-Studium an der Medizinischen Universität.

 

» FWF Wissenschaftsfonds