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Millionen Menschen leiden in Europa an Störungen des Immunsystems

(Wien, 24-04-2015) In Europa leiden mehr als 20 Millionen Menschen an Autoimmunerkrankungen und rund 150 Millionen Menschen an allergischen Erkrankungen. Um auf diese Störungen des Immunsystems aufmerksam zu machen, findet auf Initiative der European Federation of Immunological Societies (EFIS) jährlich am 29. April der „Day of Immunology“ statt. An der MedUni Wien ist der Erforschung von Immunerkrankungen, Allergien und Infektionen ein eigener Forschungsschwerpunkt (Cluster) gewidmet.


Autoimmunerkrankungen, allergische Erkrankungen und Immundefekte fügen nicht nur den betroffenen PatientInnen beträchtliches Leid zu, sondern stellen auf Grund des meist chronischen Krankheitsverlaufes und der Notwendigkeit langwieriger Therapien auch eine hohe ökonomische Belastung für die Gesellschaft dar. In Österreich leiden z.B. schätzungsweise bis zu 30 Prozent aller Menschen an irgendeiner Form von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Kontaktekzem oder Nahrungsmittelallergien.


Die Medizinische Universität Wien engagiert sich bei der Lösung der eminenten Fragestellungen innerhalb der Immunologie und betreibt weltweit anerkannte Spitzenforschung. Der Forschungscluster Immunologie mit Schwerpunkten in den Bereichen Allergie, Entzündung und Infektion ist ein thematisch und fachlich übergreifender Forschungsverbund, er umspannt ein Netzwerk von über 80 Forschungsgruppen an der MedUni Wien.


Die wissenschaftlichen Ziele der am Forschungscluster beteiligten ForscherInnen liegen in der Aufklärung der molekularen und zellulären Grundlagen der Immunantwort, der Erweiterung der Erkenntnisse zu Ursachen und Entstehung von akuten und chronischen Krankheiten, die von einem defizienten geschwächten oder überschießenden Immun- und Entzündungssystem vermittelt werden und in der Entwicklung von neuen prophylaktischen und therapeutischen Ansätzen sowie diagnostischen Konzepten zur Behandlung von immunologischen und anderen entzündlichen Erkrankungen, wie z.B. Allergien, Autoimmunerkrankungen und Infektionskrankheiten.


Ein weiteres wichtiges Anliegen innerhalb des Forschungsclusters ist die wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Der Forschungscluster dient zudem als Plattform, um Interaktionen mit immunologisch tätigen WissenschafterInnen an anderen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verstärken.


Seminarvortrag Francesco Annunziato

Am 29. April 2015 hält der Immunologe Francesco Annunziato vom Department of Experimental and Clinical Medicine der Universität Florenz einen Gastvortrag. Das Thema lautet: „Human Th17 and non-classic Th1 cells: two faces of the same coin“. Zeit und Ort: 17.15 Uhr, Vienna Competence Center, Seminarraum 1, Lazarettgasse 19, 1090 Wien.
» Information

Fünf Forschungscluster an der MedUni Wien

Insgesamt sind fünf Forschungscluster der MedUni Wien etabliert. Dort werden in der Grundlagen- wie in der klinischen Forschung vermehrt Schwerpunkte an der MedUni Wien gesetzt. Die Forschungscluster umfassen medizinische Bildgebung, Krebsforschung/Onkologie, kardiovaskuläre Medizin, medizinische Neurowissenschaften und Immunologie.

» Website Immunology Research Cluster der MedUni Wien
» www.efis.org