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MINI MED Studium: Impfungen in Österreich

(Wien 10-10-2014) Ist Österreich ein Land von Impfmuffeln? Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely und Anita Holzinger, Professorin für Curriculare Entwicklung an der MedUni Wien, nutzten die Gelegenheit, um sich beim spannenden MINI MED Studium über dieses kontroverse Thema zu informieren. Referentin war Petra Feierabend, stellvertretende Leiterin der Abteilung Impfwesen, Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten im Bundesministerium für Gesundheit. Begrüßt wurden sie von der MINI MED Geschäftsführerin Charlotte Sengthaler.

In ihren Grußworten betonte Stadträtin Wehsely, wie wichtig es ist, dass sich die Bevölkerung durch Veranstaltungen wie MINI MED Gesundheitskompetenz aneignet: „Ich bin beeindruckt von der großen Zahl an Menschen, die MINI MED zur Weiterbildung nutzen.“ Sie appellierte an die Studenten und Studentinnen keine Scheu vor Fragen zu zeigen und ermutigte sie, diejenigen Fragen zu stellen, die man sich sonst vielleicht nicht traut.
Anita Holzinger, die Leiterin des Departments für Medizinische Aus- und Weiterbildung der Medizinischen Universität Wien (DEMAW), betonte die Aufgabe einer Universität, das neueste Wissen an breite Bevölkerungsschichten weiterzugeben: „Im Sinne des lebenslangen Lernens ist es wichtig, an wissenschaftlichen Fortschritten teilzuhaben und Erkenntnisse weiterzugeben. Dadurch profitiert der Einzelne und die ganze Gesellschaft.“

Impfen: Ja oder Nein?
Petra Feierabend schilderte ausführlich, welche Impfungen wirklich notwendig sind, wie moderne Impfstoffe funktionieren und welche Nebenwirkungen auftreten können. „Jeder Impfstoff, der in Österreich auf den Markt kommt, wird strengsten Zulassungsuntersuchungen unterworfen. Das Gesundheitsministerium verfolgt außerdem den Plan, möglichst viele Erkrankungen durch möglichst wenige Stiche zu verhindern“, erklärte Feierabend.

Spannende Diskussion mit dem Publikum

Der Vortrag lockte zahlreiche MINI MED Studenten und Studentinnen in den Van Swieten Saal der MedUni Wien. Wie immer bei MINI MED gab es auch diesmal die Möglichkeit für die Besucher Fragen zu stellen. Viele stellten Fragen zur persönlichen Impfgeschichte. Dabei betonte Feierabend: „Wer Impfempfehlungen für die eigene Gesundheit braucht, der sollte immer direkt mit einem Arzt sprechen! Wichtig ist aber, sich vorab auch zu informieren, um eine selbstbestimmte Entscheidung treffen zu können.“

Interessantes Semester
Das MINI MED Studium unterstützt die Bevölkerung dabei, die eigene Gesundheitskompetenz zu erhöhen, indem Spitzenmedizin in einfacher Sprache und ohne Vorbildung erlebt werden kann. Studien zeigen, dass wer besser Entscheidungen über seine Gesundheit treffen kann, besser und länger lebt. Alle ÄrztInnen referieren für die MINI MED Vorträge ehrenamtlich und unentgeltlich. Mit 150 Gesundheitsvorträgen mit Publikums-Diskussion an 27 Standorten in ganz Österreich widmet sich das „MINI MED Studium“ auch im Herbstsemester dem Thema „Gesundheitskompetenz“ der Bevölkerung. Das neue Programm, das vom MedUni-Wien-Expertenteam Alexandra Kautzky-Willer, Gabriele Fischer und Rene Wenzl zusammengestellt wurde, steht online auf www.minimed.at. Neu im Sinne einer „Health in all Policy“ ist eine umfangreiche Zusammenarbeit mit den österreichischen Ministerien. Zum langjährigen Partner Gesundheitsministerium gesellen sich im Herbst das Sozialministerium, das Wissenschaftsministerium, das Lebensministerium und das Sportministerium sowie der Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

Die nächste Veranstaltung in Wien am 23. Oktober 2014 widmet sich dem Thema: „Was tun, wenn jede Sekunde zählt? Reanimation und Notfallmedizin“

Für die Veranstaltungen des MINI MED Studiums ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.minimed.at  oder telefonisch 0810081060.

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