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Mit dem Spirit von Hans Popper

(Wien, 16-11-2011) Im neuen Hans Popper Labor für Molekulare Hepatologie an der MedUni Wien wird patientenorientierte Grundlagenforschung im Sinne seines Namensgebers betrieben. Mit Erfolg: Allein in diesem Herbst gab es vier international viel beachtete Publikationen aus der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie in den beiden renommierten Fachjournalen „Gastroenterology“ und „Hepatology“. Das unterstreicht auch die Top-Position der Wiener Hepatologie.

„Poppers translationeller Spirit soll in diesem Labor wieder aufleben. Hans Popper gilt als einer der Väter der modernen Hepatologie mit Wiener Wurzeln. Wir versuchen, aus der Grundlagenforschung eine prognostische Therapie abzuleiten und stellen uns dabei immer die Frage: ‚wie nutzt es dem Patienten’?“, umreißt Michael Trauner, Leiter klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der MedUni Wien, die Zielsetzung.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeiten sind die Erforschung der molekularen Mechanismen cholestatischer und metabolischer Lebererkrankungen (Fettleber), der Leberfibrose, des Pfortaderbluthochdrucks und des Leberzellkarzinoms, mit dem Ziel, daraus neue prognostische Marker und Therapieformen zu entwickeln. Dazu arbeiten im Popper Lab Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen: KrebsspezialistInnen, ExpertInnen für Pfortaderhochdruck, Fettstoffwechsel oder Gallensekretion.

Eines der aktuellsten Forschungsergebnisse aus dem Popper Lab lässt darauf schließen, dass mit dem neuen Wirkstoff 24-nor-Ursodeoxycholsäure ("Nor-Urso') Lipidstoffwechselstörungen bei chronisch-entzündlichen Gallenwegserkankungen gestoppt werden können. Trauner: „Durch Nor-Urso kommt es im Tiermodell zu einer Rückbildungen dieser Störungen. Die Ergebnisse lassen auch darauf schließen, dass damit Gallenwegserkrankungen wie die primär sklerosierende Cholangitis und die primär biliäre Zirrhose behandelt werden können.

Wiener Hepatologie weltweit top
Mit der Einrichtung des neuen Popper Labors wird auch der weltweit hohe Stellenwert der Wiener Hepatologie untermauert. Neben der translationalen Forschung im Popper Lab ist die Abteilung vor allem auch durch bahnbrechende klinische Arbeiten zur Therapie der Virushepatitis und des Morbus Wilson unter Peter Ferenci bekannt. „Wir sind ein ganz wichtiger Punkt auf der Landkarte in diesen Themenbereichen“, sagt Trauner. „An Wien kommt man nicht vorbei.“ So ist Trauner selbst als bisher erster Österreicher und einziger Europäer als „Associate Editor“ der international renommiertesten wissenschaftlichen Zeitschrift auf dem Gebiet der Hepatologie („Hepatology“). Mit Markus Peck-Radosavljevic ist nicht nur einer der Top-Experten in Sachen Pfortaderhochdruck bei Leberzirrhose und Leberkrebs an der Abteilung tätig, sondern auch der kommende Generalsekretär der europäischen Lebergesellschaft (EASL).   

Service: Gastroenterology
“Alterations in Lipid Metabolism Mediate Inflammation, Fibrosis, and Proliferation in a Mouse Model of Chronic Cholestatic Liver Injury.” Moustafa T, Fickert P, Magnes C, Guelly C, Thueringer A, Frank S, Kratky D, Sattler W, Reicher H, Sinner F, Gumhold J, Silbert D, Fauler G, Höfler G, Lass A, Zechner R, Trauner M. Gastroenterology. 2011 Oct 14. [Epub ahead of print]
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22001865

“Serum Level of IP-10 Increases Predictive Value of IL28B Polymorphisms for Spontaneous Clearance of Acute HCV Infection.” Beinhardt S, Aberle JH, Strasser M, Dulic-Lakovic E, Maieron A, Kreil A, Rutter K, Staettermayer AF, Datz C, Scherzer TM, Strassl R, Bischof M, Stauber R, Bodlaj G, Laferl H, Holzmann H, Steindl-Munda P, Ferenci P, Hofer H. Gastroenterology. 2011 Sep 28. [Epub ahead of print]

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21963761

Hepatology
“Dual farnesoid X receptor/TGR5 agonist INT-767 reduces liver injury in the Mdr2(-/-) (Abcb4(-/-) ) mouse cholangiopathy model by promoting biliary HCO 3- output.” Baghdasaryan A, Claudel T, Gumhold J, Silbert D, Adorini L, Roda A, Vecchiotti S, Gonzalez FJ, Schoonjans K, Strazzabosco M, Fickert P, Trauner M. Hepatology. 2011 Oct;54(4):1303-12. doi: 10.1002/hep.24537.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/hep.24537/abstract
“Treatment of chronic hepatitis C GT 1 patients at an academic center in europe involved in prospective controlled trials - is there a selection bias?” Beinhardt S, Staettermayer AF, Rutter K, Maresch J, Scherzer TM, Steindl-Munda P, Hofer H, Ferenci P. Hepatology. 2011 Sep 19. doi: 10.1002/hep.24671. [Epub ahead of print]

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21932410