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Neuer Risikoscore ermöglicht präzise Bestimmung des Sterblichkeitsrisikos bei DiabetikerInnen

(Wien/Mannheim, 02-09-2013) Ein neuerRisikoscore mit sieben Parametern erlaubt eine präzisere Vorhersage des kardiovaskulären Sterblichkeitsrisikos von DiabetikerInnen als es mit bisher etablierten Scores möglich war und ist. Das zeigt eine aktuelle, gemeinsame Studie von WissenschafterInnen der MedUni Wien und der Universitätsmedizin Mannheim der Universität Heidelberg.

Die Ergebnisse der Studie wurden am vergangenen Sonntag (1.9. 2013) auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert. „Basierend auf traditionellen Risikofaktoren sowie verfeinert mit neu entdeckten Biomarkern erlaubt der neue Score eine genauere Klassifikation des Herz-Kreislauf-Risikos bei DiabetespatientInnen“, betont der Erstautor der Studie, Georg Goliasch, PhD an der Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien. „Das ermöglicht eine frühzeitige Identifikation von HochrisikopatientInnen, die von einer individualisierten, intensivierten medikamentösen Therapie sowie einer engmaschigen kardialen Überwachung profitieren können.“

In die Studie wurden 864 PatientInnen aus der Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health (LURIC) Studie eingeschlossen, die im Durchschnitt zehn Jahre nachbeobachtet wurden. Mithilfe einer komplexen statistischen Analyse wurden aus mehr als 100 Variablen sieben Risikomarker mit hohem prädiktivem Wert ausgewählt: Alter, Geschlecht, Dauer der Diabeteserkrankung, sowie die im Blut messbaren Biomarker Renin, NT-pro-BNP, 25(OH)Vitamin D3 und Lp-PLa2. Goliasch: „Die Kombination dieser Marker im VILDIA-Risiko-Score erlaubt eine exzellente Vorhersage der kardiovaskulären Mortalität.“

Diabetes mellitus ist eine der häufigsten Erkrankungen und mit einer erhöhten Herz-Kreislaufsterblichkeit verbunden. Die bisherige kardiovaskuläre Risikoeinschätzung von DiabetikerInnen bezüglich ihrer Mortalität beruhte hauptsächlich auf klassischen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bluthochdruck und Rauchgewohnheiten. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr unabhängige Risikofaktoren entdeckt, die das Potenzial zu wesentlich präziseren Risikovorhersagen haben.