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Petra Georg

Titel: Dr.in
Resarcher of the Month April 2012

 

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?
Ich bin rein zufällig mit der Wissenschaft in Berührung gekommen. Ich war im letzten Studienabschnitt und ein Studienkollege hat mich gefragt, ob ich nicht nach Belgien möchte. Ich sollte ein wissenschaftliches Projekt im Rahmen einer Dissertation dort an der Univ. Klinik für Onkologie, Abt. für Strahlentherapie durchführen. Er hält es dort nicht aus und sucht dringend Ersatz. Ja warum nicht? Habe ich mir gedacht und meine Koffer gepackt. Es war die schönste Zeit meines gesamten Studiums. Es hat meine Entdeckerneugier und den wissenschaftlichen Geist geweckt. Ich war in der klinischen Forschung tätig, hatte viel Kontakt mit Patienten und habe Niederländisch gelernt.

 

Wie verlief Ihr wissenschaftlicher Weg?
Mein wissenschaftlicher Weg war nicht gerade geradlinig. Ich war mir nach Abschluss meines Studiums nicht sicher, ob ich Onkologie als Fachrichtung machen möchte. Deswegen habe ich einen Ausflug in die Innere Medizin gewagt, wo ich weiterhin klinische Forschung betrieben habe. Im Endeffekt habe ich mich dann für die Ausbildung und Forschungstätigkeit an der Univ. Klinik für Strahlentherapie entschieden. Nun habe ich die Facharztausbildung abgeschlossen und bin in der klinischen Forschung, als auch in der Patientenversorgung tätig.

 

Was sind Ihre Stärken und wie konnten Sie diese für Ihre Karriere nutzen?
Ich bin ehrgeizig, unnachgiebig wenn es um Sachen geht an die ich glaube. Meine Ungeduld ist manchmal Stärke, manchmal Schwäche, weil sie mich vorantreibt aber oft auch verzweifeln lässt.

 

Was sind Ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?
Meine Familie, vor allem mein Mann, der immer an mich glaubt und es mir auch sagt!

 

Was war Ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?
Es sind schon kleinere Misserfolge passiert, wenn z.B. die Daten nicht die Hypothese bestätigen oder eine Publikation mit einem lächerlichen Kommentar abgewiesen wird. Aber es gehört zur wissenschaftlichen Arbeit dazu. Man kann nicht immer alles vorhersehen. Das wäre auch nicht mehr spannend.

 

War es für Ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?
Das ist schwer zu beantworten. Ich weiß nicht, wie meine Karriere verlaufen wäre wenn ich ein Mann wäre. Ich glaube schon, dass es in der älteren Generation noch gewisse Vorurteile gibt, aber die Zeiten ändern sich.

 

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
Durch meine Tochter habe ich gelernt mit den Niederlagen besser umzugehen.

 

Welchen Ausgleich suchen Sie in Ihrer Freizeit?
Zeit mit meiner Familie zu verbringen ist das schönste und entspannendste was ich machen kann.

 

Tipps und Tricks
Immer an sich glauben. Kritik ernsthaft nehmen, aber nicht verzweifeln und sich entmutigen lassen.