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Rotes Kreuz zeichnet Wolf-Dieter Baumgartner aus

(Wien, 16-12-2013) Wolf-Dieter Baumgartner von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien und Universitätsprofessor an der Karolinska Universität in Stockholm wurde vom Roten Kreuz mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Das Rote Kreuz würdigte damit Baumgartners humanitären Einsatz für Kinder ohne Krankenversicherung, die er dennoch operierte und mit einer Hörprothese versorgen konnte.

Gehörlosen Menschen, deren Hörnerv noch funktioniert, hilft eine Hörprothese - das so genannte Cochleaimplantat. In Österreich gibt es derzeit etwa 8.000 gehörlose Personen, 2.000 davon sind cochleaimplantiert. Jährlich werden etwa 200 Implantationen durchgeführt, davon etwa 100 an der HNO-Universitätsklinik  der MedUni Wien im AKH Wien, deren geschäftsführender Oberarzt Baumgartner ist.

Das Implantat bleibt Menschen versagt, die keine Krankenversicherung haben. Im Juli 2013 konnte aufgrund des persönlichen Einsatzes von Wolf-Dieter Baumgartner ein kleiner Junge aus Bulgarien mit einer Hörprothese versorgt werden. „Er hat es aber auch geschafft, dass der dreijährige Bruder in die Krankenversicherung aufgenommen und ein Gehörschaden erfolgreich behoben werden konnte“, sagte Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Roten Kreuzes.


Zur Person
Wolf-Dieter Baumgartner, geboren 1967 in Wien, promovierte 1991 zum Doktor der Medizin und ist seit 1997 Facharzt für HNO-Krankheiten. 2001 habilitierte er an der Universität Wien und wurde 2002 zum Universitätsprofessur für HNO-Krankheiten ernannt. Seit Herbst 1998 ist er Oberarzt an der HNO-Klinik der MedUni Wien. Baumgartner ist Leiter der Forschungsgruppe Otologie der MedUni Wien mit dem Forschungsschwerpunkt Otologie und implantierbare Hörhilfen wie Cochlea-Implantate. Seit dem Jahr 2000 ist Baumgartner Präsident der österreichischen Gesellschaft für implantierbare Hörhilfen und Präsident der österreichischen Gesellschaft für Kinder-HNO.