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Sertürner-Preis für Ruth Drdla-Schutting

(Wien, 16-07-2012) Ruth Drdla-Schutting von der Abteilung Neurophysiologie am Zentrum für Hirnforschung und Céline Heinl wurden mit dem Sertürner-Preis, dem höchstdotierten Schmerzpreis im deutschsprachigen Raum, ausgezeichnet. Die Sertürner Gesellschaft vergibt den Preis für herausragende wissenschaftliche Publikationen auf dem Gebiet der Schmerztherapie.

In ihrer prämierten Arbeit beschreiben Drdla-Schutting und Heinl Mechanismen im Bereich des Rückenmarks, die Grundlage der übermäßigen Schmerzempfindlichkeit sein könnten, nachdem die klinisch verwendeten Opioide Fentanyl und Morphin abgesetzt werden. Durch die Erforschung dieser Mechanismen erwarten sich die beiden ForscherInnen einen wesentlichen Beitrag, um die Sicherheit der Schmerztherapie mit Opioiden zu verbessern.

Ruth Drdla-Schutting, geboren 1979 in Wien, ist zurzeit als Post-Doc an der Abteilung für Neurophysiologie des Zentrums für Hirnforschung an der MedUni Wien tätig. Die Biologin schloss im Jahr 2008 ihr PhD-Studium am Zentrum für Hirnforschung in der Abteilung von Jürgen Sandkühler ab. Sie ist unter anderem Ko-Autorin und Erstautorin von drei Originalarbeiten im weltweit führenden Fachjournal Science. Ihr Forschungsinteresse gil insbesondere der Wirkung von Opioiden im Bereich des Rückenmarks.

Die zweite Autorin der Arbeit, Céline Heinl, studierte Biologie in Berlin, Toulouse und Jena. Ihr daran anschließendes PhD-Studium absolvierte sie ebenfalls an der Abteilung für Neurophysiologie des Zentrums für Hirnforschung. Nach dem erfolgreichen Abschluss im Jahr 2012 arbeitet sie nun an der Universität Heidelberg als Post-Doc.

Die Sertürner Gesellschaft wurde im Gedenken an Friedrich Wilhelm Sertürner gegründet. Ihm gelang es vor über 200 Jahren, das Alkaloid Morphin aus dem Opium des Schlafmohns zu isolieren. Der von der Sertürner Gesellschaft verliehene Preis wird jährlich für herausragende wissenschaftliche Publikationen auf dem Gebiet der Schmerztherapie vergeben.

Journal of Neuroscience:
„Distinct mechanisms underlying pronociceptive effects of opioids“ wurde 2011 im Journal of Neuroscience (IF: 7,1) veröffentlicht (Heinl C, Drdla-Schutting et al., 2011, J Neurosci 31:16748 –16756).