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"START-Preis" für Kaan Boztug

(Wien, 12-06-2012) Kaan Boztug, Principal Investigator am CeMM Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Gastprofessor an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien erhält einen der renommierten START-Preise des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF). Mit einer Fördersumme von bis zu 1,2 Millionen Euro ist der Preis die höchstdotierte und renommierteste Anerkennung für junge ForscherInnen in Österreich.

Mit dem START Preis wird Kaan Boztug im Rahmen seiner Doppelaffiliation am CeMM und an der MedUni Wien ein umfassendes Forschungsprojekt zur Entschlüsselung der genetischen und funktionellen Ursachen seltener Erkrankungen durchführen. Der Fokus liegt dabei auf angeborenen Störungen des Immunsystems, den sogenannten primären Immundefekten. Die Identifikation der zugrundeliegenden genetischen Defekte ermöglicht die Definition von essentiellen Faktoren des Immunsystems. Dies erlaubt nicht nur eine umfassendere molekulare Klassifikation der entsprechenden Defekte, sondern kann vor allem auch zu einem unmittelbaren Nutzen für die Patienten im Sinne einer molekularen Diagnose und Prognose beitragen. Durch das Forschungsprojekt soll nicht zuletzt die Entwicklung zukünftiger, zielgerichteter Therapien wie gentherapeutischer Ansätze oder pharmakologischer Interventionen, die gezielt in die betroffenen Signalkaskaden eingreifen, ermöglicht werden.

Kaan Boztug hat das Studium der Medizin an den Universitäten Düsseldorf, Freiburg und London mit Auszeichnung absolviert und sich 2010 an der Medizinischen Hochschule Hannover habilitiert. Seit 2011 leitet er eine Forschungsgruppe am CeMM und ist als Gastprofessor an der an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien tätig. Kaan Boztug wurde unter anderem mit dem Ludwig-Heilmeyer-Preis der Universität Freiburg i. Br., dem Merit Award der American Society of Hematology (ASH) und dem Kind-Philipp-Preis für Leukämieforschung ausgezeichnet. Im Jahr 2011 erhielt er den Eva Luise und Hörst Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen sowie den Paul-Martini-Preis.