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Strahlentherapie: Helium-Ionen bei Kindern hilfreich

Wien (07-04,2014, APA) - Eine Bestrahlung mit Helium-Ionen könnte speziell bei Kindern mit Tumorerkrankungen helfen. Ein entsprechendes Behandlungskonzept haben Wiener Experten entwickelt, hieß es beim Europäischen Strahlenkongress (ESTRO; bis 8. April) mit rund 5.000 Teilnehmern in Wien.

Hermann Fuchs, Barbara Knäusl und Dietmar Georg von der Universitätsklinik für Strahlenthgerapie der MedUni Wien im AKH haben in dem Projekt eine Berechnung für die optimale Dosis einer Partikelbestrahlung von Patienten mit Helium-Ionen angestellt. Das erfolgte für Kinder mit Neuroblastomen (Gehirntumore) und mit Hodgkin-Lymphomen (hämatologisch-onkologische Erkrankung).

Der Vorteil - so eine Aussendung des ESTRO-Kongresses - liegt darin, dass Helium-Ionen durch ihre hohe Masse im Vergleich zu anderen Partikelstrahlen eine geringere Streuung aufweisen und am Ende ihrer "Reichweite" eine besonders hohe Wirkung auf Zellen besitzen. Dadurch ließe sich eine solche Therapie bei sehr geringer Strahlenbelastung und trotzdem hoher Effektivität durchführen. Noch handelt es sich aber bei dem Projekt um Dosiskalkulationen, die erst in klinischen Studien überprüft werden müssen. Kommendes Jahr soll in Wiener Neustadt das dritte Partikelstrahl-Zentrum in Europa (MedAustron) eröffnet werden.

(APA)