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Studierende aus 14 Ländern bildeten sich an der MedUni Wien in verschiedenen onkologischen Gebieten weiter

(Wien, 22-07-2015) An der 10. Vienna Summer School on Oncology (VSSO) vom 8. bis 18. Juli 2015 in Wien nahmen 26 ausgewählte MedizinstudentInnen aus 14 Ländern, von Australien bis Südamerika, teil. Die Summer School fand im Anna Spiegel Forschungsgebäude auf dem Gelände der MedUni Wien und des AKH Wien statt.

Den TeilnehmerInnen wurde die klinische und experimentelle multidisziplinäre Onkologie von Vortragenden der MedUni Wien sowie von internationalen Gastvortragenden der Partner Summer School of Oncology aus Groningen/Niederlande nähergebracht.

Studierende bringen eigenes Onkologie-Thema mit
Dank der herausragenden Reputation der Vienna Summer School on Oncology nimmt die Zahl an Bewerbungen von Jahr zu Jahr zu. Im Rahmen der Bewerbung mussten die StudentInnen neben dem CV ein Abstract mit einem onkologischen Thema einreichen. Während der Summer School hatte jeder die Möglichkeit, sein Poster und seine Arbeit zu präsentieren und im Rahmen entsprechender Workshops zu diskutieren. Hierbei wurde ein breites Spektrum abgedeckt: Arbeiten aus vielfältigen Themen zur Translational Research sowie zu Clinical Research, wie z.B. zum Cervixkarzinom-Screening in Kolumbien.
Die TeilnehmerInnen konnten vorab zwischen einem „Clinical Track“ und einem „Research Track“ wählen. Zusätzlich zu den Vorträgen fanden jeweils spezifisch angepasste Programme statt, wie Workshops zum Thema “End-of-life discussion”, “Palliative care”, sowie “Laboratory experience” und “Particle Therapy”.

Von chirurgischer Seite wurden den Studierenden etwa eine Sarkom-Resektion am Phantom und eine Bronchoskopie demonstriert. Auch eine Obduktion war Teil des Programms. Erstmals wurde „Moodle“ als E-Learning Plattform genutzt und damit das Konzept des „blended learning“ systematisch in dieser Summer School umgesetzt. Die TeilnehmerInnen hatten dadurch die Möglichkeit, z.B. an einem virtuellen Tumorboard teilzunehmen und einen Patientenfall im Rahmen des Problemorientierten Lernens zu diskutieren (PoL).

Allgemeine und spezifische Aspekte der multidisziplinären Onkologie wurden im Rahmen eines Moodle-Multiple-Choice-Tests jeweils zu Beginn und Ende der Summer School abgefragt, wobei eine bemerkenswerte Lernkurve mit signifikanter Verbesserung bei allgemeinen und speziellen onkologischen Wissensinhalten verzeichnet werden konnte

Die Vienna Summer School on Oncology

Die VSSO wurde 1999 von der Universitätsklinik für Strahlentherapie in Kooperation mit der Universitätsklinik für Innere Medizin I/Onkologie und der Universitätsklinik für Chirurgie ins Leben gerufen, um interessierten MedizinstudentInnen eine intensive onkologische Fortbildung parallel zum Medizinstudium zu ermöglichen. Unter der Schirmherrschaft des Comprehensive Cancer Centers (seit 2011) wird weiterhin von den Universitätskliniken für Strahlentherapie (R. Pötter), für Innere Medizin I, Abteilung für Onkologie (C. Zielinski) und für Chirurgie (M. Gnant) sowie weiteren onkologisch ausgerichteten Abteilungen (MUW/AKH) – seit 2003 im jährlichen Wechsel mit der Medizinischen Fakultät der Universität Groningen (J. de Vries) – den internationalen und nationalen TeilnehmerInnen ein breites Spektrum an onkologischem Wissen und onkologischen Methoden vermittelt. Didaktische Schwerpunkte sind problemorientiertes und interaktives Lernen und Multidisziplinarität in Klinik und Forschung. Social Networking, aktive Partizipation und multikulturelle Kommunikation sind weitere wesentliche Elemente der VSSO.

Die Hauptorganisation der VSSO wird von jungen, äußerst motivierten ÄrztInnen der Universitätsklinik für Strahlentherapie (Carola Lütgendorf-Caucig, Koordination der VSSO), der Universitätsklinik für Chirurgie (Ali Hoda), der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin (Helmut Prosch) und der Klinischen Abteilung für Onkologie (Anna Berghoff) in Kooperation mit ebenfalls sehr aktiv eingebundenen MedUni-Wien-StudentInnen getragen („Student Organizers“). Als Annerkennung ermöglichte das CCC diesen vier Studierenden, mit Hilfe eines Stipendiums an der Summer School kostenlos teil zu nehmen.

Ab 2016 werden die internationalen europäischen „Summer Schools of Oncology“ aus Wien, Groningen, Antwerpen und Poznan unter einen neu geschaffenen gemeinsamen „Umbrella“ folgender europäischer Organisationen gestellt: ESO (European School of Oncology), ESSO (European Society of Surgical Oncology) und ESTRO (European Society of Radiotherapy and Oncology).

» Website Vienna Summer School on Oncology