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Ulrike Kuchler

Titel: Dr.in Dr.in
Resarcher of the Month März 2012

 

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?
Mein Interesse für die Wissenschaft wurde durch meine Diplomarbeit, es war eine Kooperation der Zahnklinik mit der Technischen Universität Wien, geweckt. Jetzt ist es meine klinische Tätigkeit die als Inspiration für wissenschaftliche Projekte dient. Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenarbeit mit den Studierenden, die mir die Möglichkeit gibt die Ausbildung von zukünftigen Fachkollegen/Innen aktiv mitzugestalten. 

 

Wie verlief Ihr wissenschaftlicher Weg?
Meinen ersten internationalen Vortrag hielt ich als Studentin und meine Diplomarbeit wurde mit dem Preis der Österreichischen Gesellschaft für Zahn- Mund und Kieferheilkunde prämiert. Als Assistenzärztin an der Abteilung für Orale Chirurgie und Mitarbeiterin der „Bone Research Group“ gelang mir wiederholt die Einwerbung von Drittmitteln. Der Gewinn der „Basic Research Competition“ der „European Association for Osseointegration“ 2010 war ein bedeutender Schritt in meiner Karriere. Ebenso erfreulich war die Zuerkennung eines Forschungsstipendiums des International Team of Implantology, das mich an die Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern führte. Die Verlängerung meines Aufenthaltes ist eine gute Möglichkeit meine Arbeit hier fortzusetzen. Der „Researcher of the Month“ durch die MUW im März 2012 war ein weitere Höhepunkt der letzten Jahre. 

 

Was sind Ihre Stärken und wie konnten Sie diese für Ihre Karriere nutzen?
Ich bin offen, selbständig und habe ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Dazu kommt mein Anspruch gute Arbeit zu leisten. Diese Eigenschaften sind wichtig für die Durchführung von Projekten und die Zusammenarbeit in der Gruppe.

 

Was sind Ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?
Persönliche Ressourcen sind meine Motivation Neues zu erlernen und Dinge zu bewegen. Die Tatsache, dass ich immer wieder von enthusiastischen, visionären und zielorientierten Menschen umgeben bin und mir mein privates Umfeld Rückhalt gibt, sind weitere Ressourcen. Nicht zu vergessen sind die materiellen Ressourcen wie eingeworbene Drittmittel. Diese sind wertvoll für die wissenschaftliche Unabhängigkeit und Kooperationen.

 

Was war Ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?
Unreflektiertes Vertrauen und damit eine Fehleinschätzungen von Personen und Situationen. Was ich daraus gelernt habe? Vertrauen „ja“, aber mich zugleich mehr auf meinen Instinkt zu verlassen und in unklare Situationen rechtzeitig und beherzt einzugreifen. Misserfolge waren zeitlich gesehen Rückschritte, deren Analyse aber ein Lernprozess und wesentlich für meine Entwicklung.

 

War es für Ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?
In manchen Situationen habe ich mir diese Frage gestellt und wieder verworfen weil mich ein „was wäre wenn“ blockiert und es für jede Situation viele Erklärungsmöglichkeiten gibt. Definitiv hinderlich ist es die „Frauenquoten“ politisch zu missbrauchen.

 

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
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Welchen Ausgleich suchen Sie in Ihrer Freizeit?
Da gibt es je nach Wetter und Jahreszeit viele Möglichkeiten. Das Freizeitprogramm reicht von Outdooraktivitäten bis hin zu Kunst und Kultur. Beispielsweise habe ich an der Gründung des Vereins www.kultur.st mitgewirkt. Mein Motto also auch in der Freizeit: es gibt immer ein „Projekt“.

 

Tipps und Tricks
Konsequent arbeiten, respektvoller Umgang, klare Linien, konstruktive Kritik annehmen und einen Teil der Ausbildung im Ausland absolvieren.