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Universitätsrat der MedUni Wien untermauert Bedenken gegen den medizinischen Universitätsstandort Linz

(Wien 10-07-2013) Der Universitätsrat der Medizinischen Universität Wien hat heute seine Bedenken gegen den medizinischen Universitätsstandort Linz untermauert: „Wir bedauern nicht nur das Fehlen jeglicher sachlicher Diskussion über einen künftigen Medizinischen Universitätsstandort Linz, wir sind darüber vielmehr in höchtstem Maße entrüstet“, erklärte Unirats-Vorsitzender Erhard Busek.
 
Alle Entscheidungen des Bundes in dieser Angelegenheit seien auf rein politischer Ebene, einerseits durch den Druck oberösterreichischer Ministerinnen und Minister, andererseits durch den Druck der nahenden Nationalratswahlen am 29. September, gefallen, betonte Busek. „Denn aus Fachkreisen sind die Bedenken durchgehend schwerwiegend, sowohl  vom Österreichischen Wissenschaftsrat, vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung, von der Universitätenkonferenz, als auch von zahlreichen anderen Gremien oder Institutionen.“

Der Universitätsrat der MedUni Wien kritisierte am Mittwoch auch die am vergangenen Freitag beschlossene Novellierung des Universitätsgesetzes 2002. Diese Novellierung, auf Basis einer durch den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Karlheinz Töchterle, eingebrachten Regierungsvorlage, sei außerdem nicht mit dem Grundkonzept des Universitätsgesetzes vereinbar. Busek dazu: „Niemand braucht das, da die Universitäten jetzt schon im Rahmen ihrer Autonomie freie Hand in der Errichtung von Fakultäten oder anderer Organisationseinheiten haben.“ Vielmehr sei die Novelle wohl eher als „Erleichterung“ für die Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Johannes-Kepler-Universität in Linz gedacht gewesen.