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Welthygienetag: „Händewaschen ist die einfachste Vorsorge gegen Krankheiten!“

(Wien, 05-05-2011) Am heutigen Welthygienetag ruft die Weltgesundheitsorganisation WHO besonders Spitäler dazu auf, die Hygienebestimmungen einzuhalten und so die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.

In Spitälern trifft man zwangsläufig auf alle Arten von Bakterien, darunter auch jene, die gegen übliche Antibiotika resistent sind. Das erhöhte Infektionsrisiko gilt für alle PatientInnen. Daher sollten nicht nur Ärzte, Pflegepersonal und alle anderen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen, sondern auch BesucherInnen durch Händehygiene die PatientInnen vor einer Übertragung schützen.

Händehygiene verhindert „Weitergeben“ von Bakterien
Um eine Verbreitung der Krankheitserreger zu verhindern, müssen daher ständig Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden. Das betrifft nicht nur die Reinigung der medizinischen Ausrüstung. Ein ganz wesentlicher Faktor zur Infektionsvermeidung im Krankenhaus ist das regelmäßige Desinfizieren der Hände. Das gilt nicht nur für das medizinische Personal, sondern auch BesucherInnen von Angehörigen sollten bei Verlassen des Spitals diese Hygieneempfehlung beachten. Dadurch kann sowohl eine Eigenerkrankung als auch eine Ansteckung anderer vermieden werden.
Das gilt auch im täglichen Leben, vor allem für vielbesuchte Orte wie Supermärkte oder Fast Food Restaurants, besonders wenn man die Nahrung direkt mit den Händen berührt.

Elisabeth Presterl, Professorin für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie mit Berücksichtigung der Krankenhaushygiene an der MedUni Wien: „Internationale Studien belegen, dass  30% der im Krankenhaus erworbenen Infektionen durch Hygienemaßnahmen  verhindert werden können. Händehygiene ist ein wichtiger Schutz vor Infektionen."

EU Studie unter Beteiligung der MedUni Wien
Daher wird das Klinische Institut für Krankenhaushygiene der MedUni Wien an der von der EU Kommission geförderten PROHIBIT Studie teilzunehmen, bei der es um die Prävention nosokomialer – im Krankenhaus erworbener – Infektionen durch Interventionen und Schulung geht. Im Rahmen dieser Studie wird die Händehygiene intensiviert, ebenso sind Interventionen und Schulungen zur Minimierung von Katheter assozierten Septikämien auf Intensivstationen geplant. 15 andere Krankenhäuser EU-weit nehmen an dieser 2,5 Jahre dauernden Studie teil.