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Werner Sieghart zum „Honorary Member of the Hungarian Academy of Sciences“ gewählt

(Wien, 10-07-2013) Werner Sieghart, langjähriger Leiter der Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie des Nervensystems am Zentrum für Hirnforschung, wurde aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der GABAA Rezeptoren und aufgrund seiner Verdienste um die Ungarische Akademie der Wissenschaften zum Ehrenmitglied dieser Akademie gewählt.

„Ich fühle mich auch besonders dadurch geehrt, dass ich gleichzeitig mit Wolf Singer und Axel Ullrich zum Ehrenmitglied gewählt wurde. Diese beiden Wissenschafter sind nicht nur Max Planck-Direktoren, sondern gehören auch zu den bedeutendsten noch lebenden deutschen Wissenschaftern“, sagte Sieghart.

Zur Person
Werner Sieghart absolvierte das Chemiestudium an der Universität Wien, dissertierte unter Anleitung von Hans Tuppy am Institut für Biochemie, und promovierte 1973 zum PhD. Seine wissenschaftliche Karriere startete Sieghart als Universitätsassistent im Bereich Biochemische Psychiatrie an der Universitätsklinik für Psychiatrie, unterbrochen von einem zweijährigen Forschungsaufenthalt (1976 - 1978) an der Yale University, New Haven, beim späteren Nobelpreisträger Paul Greengard. Nach seiner Rückkehr an die Universitätsklinik für Psychiatrie in Wien, übernahm er bald die Leitung des mit Lithium- und Antikonvulsivabestimmungen befassten Bereichs Biochemische Psychiatrie. Er etablierte für die Klinik Hormon- und Medikamentenspiegelbestimmungen, Suchtgiftuntersuchungen im Harn, sowie molekulargenetische Untersuchungen. Neben diesen Tätigkeiten für die Klinik etablierte er sich auch als Grundlagenforscher und beschäftigte sich vorwiegend mit Untersuchungen an der Struktur, Funktion und Pharmakologie von GABAA Rezeptoren. Er gehört heute zu den renommiertesten Wissenschaftern auf diesem Gebiet.  

1982 habilitierte er sich für das Fach "Neurobiochemie", 1988 wurde er zum Universitätsprofessor für Neurobiochemie ernannt. Von 2002 bis 2011 war er Leiter der Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie des Nervensystems am Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien. Seither ist er als „Gast“-Wissenschafter ebendort tätig.
Werner Sieghart zählte laut dem „Laborjournal“ jahrelang zu den meist zitierten Köpfen im Bereich nicht-klinischer Neurowissenschaften.