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Bei Herzstillstand: „Schock fürs Herzilein“

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Wildecker Herzbuben
Mit den Wildecker Herzbuben als Testimonials soll das lebensrettende Potenzial von Defis und rascher Erster Hilfe gezeigt werden

(Wien, 13-06-2016) Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde – und damit vor allem das rasche Eingreifen von Laien und der schnelle Einsatz eines Defibrillators („Defi“). Der Verein Puls und die Firma Gewista lancieren mit ihren Partnern ab sofort eine ungewöhnliche Informationskampagne: mit den Wildecker Herzbuben als Testimonials soll unter dem Titel „Schock fürs Herzilein“ das Potenzial von Defis im Kampf gegen den plötzlichen Herztod im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert werden.

Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in industrialisierten, westlichen Ländern. 12.000 Menschen sterben in Österreich jährlich daran. Puls, der Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, und die Gewista lancieren ab 13. Juni 2016 eine groß angelegte Kampagne: auf unkonventionelle Art wird darüber aufgeklärt, dass Ersthelfer mit Herzdruckmassage und durch den Einsatz eines Laien-Defis die Überlebenschancen der Betroffenen von derzeit elf auf bis zu 70 Prozent erhöhen können. Die multimediale Kampagne „Schock fürs Herzilein“ zeigt, wie leicht jede und jeder Einzelne mit einem Defi selbst Leben retten kann.

Als Testimonials der Kampagne fungieren Wilfried Gliem und Wolfgang Schwalm alias „Die Wildecker Herzbuben“. Das aus Nordhessen stammende Volksmusikduo sorgt mit dem eigens komponierten Lied „Der Schock fürs Herzilein“, das den Defi ins Rampenlicht rückt, für den musikalischen Claim der Kampagne. „Wir finden es großartig, dass Wien flächendeckend mit Defis ausgestattet wird, und dass wir das Aushängeschild dieses weltweit einzigartigen Pionierprojekts sein dürfen“, freuen sich die Herzbuben Wilfried Gliem und Wolfgang Schwalm.

„Wenn Zeugen eines Herzstillstands in der Zeit, bis die Rettung eintrifft, nicht helfen und einen Defi einsetzen, vergeht wertvolle Zeit ungenutzt. Über die Notrufnummer 144 erfährt man im Notfall den nächstgelegenen Defi-Standort. Öffentlich zugängliche Defis sind daher für die effiziente Hilfe durch Laien unverzichtbar“, erläutert Harry Kopietz, Präsident von Puls.

„Ausgelöst wird der plötzliche Herztod durch eine elektrische Fehlfunktion des Herzens – das Herz flimmert und kann den Kreislauf nicht mehr aufrecht erhalten. In diesem Zustand benötigt das Herz dringend eine Herzdruckmassage und den Elektroimpuls eines Defis, um wieder in den normalen Takt zu finden“, informiert Mario Krammel, geschäftsführender Puls-Präsident und Intensivmediziner an der MedUni Wien.

Infos zum Defi
Defibrillatoren – kurz „Defis“ – beenden durch einen kontrollierten Stromstoß das lebensgefährliche Kammerflimmern, das führt im Idealfall wieder zu einem regelmäßigen Herzschlag. Durch Kammerflimmern kommt es sehr schnell zu einer Sauerstoff-Unterversorgung wichtiger Organe. „Aus diesem Grund sind die sofortige Herzdruckmassage und der schnelle Einsatz eines Defis noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes wichtig, um schwere Folgeschäden zu verhindern. Mit jeder behandlungsfreien Minute sinkt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederbelebung um zehn Prozent“, sagt Mario Krammel. Der Einsatz dieser automatisierten „Laiendefis“ ist völlig ungefährlich, ein schlagendes Herz kann dadurch niemals aus dem Takt gebracht werden. Der Defi leitet den Ersthelfer nach dem Einschalten durch Sprachanweisungen durch die Reanimation.

Defisäulen der Gewista in Wien
Die Gewista hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, bereits an zehn Standorten in Wien Defisäulen errichtet, an denen Defis für den öffentlichen Gebrauch angebracht sind. Diese Defis können im Notfall – ähnlich wie ein Feuerlöscher – entnommen werden. Es wird automatisch eine Telefonverbindung mit der Notrufzentrale der Wiener Berufsrettung hergestellt. Der Laien-Defi in den Gewista-Säulen ist durch seine automatische EKG-Analyse vollkommen sicher und leitet den Ersthelfer mittels Sprachanweisungen durch die Notsituation. Somit kann auch ein medizinischer Laie zum Lebensretter werden.

Die Defisäulen der Gewista gibt es bisher an zehn Standorten in Wien:
 1010 Wien, Am Hof 3, Fleischmarkt, Reitschulgasse 1, Schottengasse 4, Universitätsring 1, Wollzeile 39; 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 27; 1060 Wien, Mariahilferstraße 2/MQ, Mariahilferstraße 119; 1070 Wien, Mariahilferstraße 71A. Information zu den Standorten auch auf www.puls.at

Über den Verein Puls
Der gemeinnützige Verein Puls  hat sich dem Kampf gegen den plötzlichen Herztod verschrieben. Neben Aufklärungsarbeit zur Förderung einer „Kultur des Helfens“ steht die möglichst flächendeckende Installation von öffentlich zugänglichen Defis im Fokus der Arbeit. Bei einem leblosen Menschen nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Die rasche Hilfe durch Laien, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft, ist somit oft die einzige Möglichkeit, einen Menschen wieder ins Leben zurückzuholen Doch nur wenige trauen sich auch einzugreifen. Als Grund für die unterlassene Hilfeleistung wurde von Befragten in erster Linie die Angst vor Fehlern und Unwissenheit angegeben. „Das müsste nicht sein. Zeugen von lebensbedrohlichen Zwischenfällen können schon mit einigen wenigen Handgriffen effizient Hilfe leisten „Nur Nichtstun ist falsch“, erklärt Mario Krammel, geschäftsführender Puls-Präsident und Intensivmediziner an der MedUni Wien. Weiterführende Informationen über die Aktivitäten und Ziele von Puls gibt es unter www.puls.at

Was tun im Notfall?
Wenn ein Mensch keine Reaktion zeigt und keine normale Atmung hat, liegt ein Herzstillstand vor. Das rasche Handeln von ErsthelferInnen noch vor Eintreffen der Rettung kann Leben retten.

Herzstillstand: Rufen - Drücken - Schocken

So einfach retten auch Sie Leben:

rufen  Rufen Sie den Notruf 144.
drücken Legen Sie Ihre Hände übereinander und drücken Sie kräftig und schnell in die Mitte des Brustkorbs: mindestens 100-mal pro Minute.    
schocken Falls ein Defi vorhanden ist, schalten Sie diesen ein und befolgen Sie die Anweisungen.