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Krebsforschung wirkt

Veranstalter des Krebsforschungslaufes ziehen positive Bilanz vor dem zehnjährigen Jubiläum am 8. Oktober
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Bild: MedUni Wien/Houdek
v.l.n.r. Rektor Markus Müller, Moderator Volker Piesczek, Onkologe Christoph Zielinski und Stadträtin Sonja Wehsely

(Wien, 29-08-2016) Die MedUni Wien sammelt mit dem Krebsforschungslauf am 8. Oktober 2016 in Wien wieder Spendengelder für Forschungsprojekte gegen Krebs. Die beliebte Lauf-Veranstaltung wird heuer bereits zum zehnten Mal durchgeführt und hat sich als erfolgreiche Fundraising-Initiative erwiesen. Mithilfe der Einnahmen aus dem Krebsforschungslauf konnten in den vergangenen Jahren insgesamt 42 Forschungsprojekte gestartet werden, die auch wesentliche Fortschritte  für Diagnose und Therapien gebracht haben.

Mit Hilfe der Einnahmen des Krebsforschungslaufes konnten in den vergangenen Jahren an der MedUni Wien wichtige Fragestellungen der Krebsforschung beantwortet werden. Die sportliche Fundraising-Aktion wuchs kontinuierlich, der Lauf im September 2015 brachte rund 134.000 Euro ein. „Fundraising spielt neben der nötigen Basisfinanzierung von Forschungseinrichtungen und kompetitiven Drittmitteln eine zunehmend bedeutende Rolle bei der Finanzierung von Forschungsprojekten“, erklärt Markus Müller, Rektor der MedUni Wien, „mindestens genauso wichtig ist, dass sich hier Private und Unternehmen bewusst engagieren, weil sie wissen: Forschung verbessert die Behandlung von Krankheiten“.

Krebsmortalität sinkt jedes Jahr
Während die Anzahl der Krebs-Neuerkrankungen in den vergangenen zwei Dekaden gestiegen ist und in Österreich derzeit bei etwa 39.000 Personen pro Jahr liegt, ging die Anzahl der Krebs-Sterbefälle zurück: zwischen 1995 und 2000 jährlich um 0,8 Prozent, seit 2000 sinkt sie sogar um 1,8 Prozent pro Jahr und beträgt derzeit 20.000. Das relative
5-Jahres-Überleben von KrebspatientInnen stieg im selben Zeitraum von 44 auf 61 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren wurden für Europa 73 Krebsmedikamente zugelassen, alleine im letzten Jahr (2015) waren es 15. Mehr als zwei Drittel der neuen Wirkstoffe zielen dabei auf konkrete molekulare Mechanismen von bestimmten Arten von Krebszellen ab. Ein Drittel der gesamten medizinischen Innovationen findet derzeit im Bereich der Onkologie statt.

Forschung ermöglicht Präzisionsmedizin
Christoph Zielinski, Leiter des Comprehensive Cancer Centers von MedUni Wien und AKH Wien: „Die Forschung hat die Aussichten für Krebspatienten in der letzten Dekade massiv verbessert. Früher haben wir vergleichsweise mit Kanonen auf Spatzen geschossen, heute analysieren wir Tumore nach molekularbiologischen Gesichtspunkten und verabreichen den Patienten jeweils  gezielt wirksame Medikamente. Von dieser Präzisionsmedizin erwarten wir uns auch kurzfristig weiter große Fortschritte, weil wir dabei nicht nur von der Entwicklung neuer Medikamente abhängig sind, sondern vielfach bereits zugelassene Substanzen gezielter einsetzen können“.

Sonja Wehsely, Wiens Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen, unterstreicht die Bedeutung der modernen Krebsforschung am Standort Wien: "In Österreich und speziell in Wien profitieren Patientinnen und Patienten von Behandlungen, die zu den erfolgreichsten in Europa zählen. Die Gesundheitsversorgung in Wien bewegt sich auch dank der Fortschritte in der heimischen Forschung auf Spitzenniveau. Mit der verbesserten Zusammenarbeit zwischen dem AKH und der MedUni Wien und den Investitionen der Stadt, gemeinsam mit dem Bund, sichern wir die Zukunft des AKH ab. Die PatientInnen profitieren durch das zusätzliche Know-how, den besseren Zugang zu Studien und damit verbunden durch die früheren Behandlungen. So werden die PatientInnen etwa im Bereich der onkologischen Forschung direkt von dieser Entwicklung profitieren."

Lauf, so lange du willst! Lauf, so schnell du willst! Lauf, mit wem du willst! Lauf, wie du willst – aber lauf für die Krebsforschung!
Unter diesem Motto steht die Jubiläumsauflage des Krebsforschungslaufs am Samstag,
8. Oktober 2016 (10-14 Uhr), am Campus der Universität Wien im Alten AKH.
Jede gelaufene Runde beim Krebsforschungslauf – eine „MEILE“ (1.609m) lang – ist eine wertvolle Unterstützung für den Kampf gegen den Krebs. Mit den eingenommenen Spendengeldern (Start- und Rundenspenden) werden aussichtsreiche Forschungsprojekte von jungen, ambitionierten WissenschafterInnen an der MedUni Wien ins Laufen gebracht.
Mit den Einnahmen beim Krebsforschungslauf 2016 werden Forschungen in den Bereichen personalisierte Medizin, molekular gezielte Therapien und Immunonkologie unterstützt.

Weitere Informationen zu diesen Projekten

Der Krebsforschungslauf 2016

Datum und Uhrzeit: 8. Oktober 2016, 10 bis 14 Uhr.
Universitätscampus „Altes AKH“, 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at/krebsforschungslauf