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MedUni Wien maßgeblich an globalem Forschungsnetzwerk für Nierenerkrankungen beteiligt

BEatDKD-Projekt im Rahmen von Horizon 2020 mit insgesamt 30 Mio. EUR gefördert
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(Wien, 22-09-2016) Die Medizinische Universität Wien ist führend an einem globalen  Forschungsnetzwerk für Nierenerkrankungen beteiligt, das mit modernen „omics“-Methoden (Proteomics, Metabolomics, Transcriptomics) und Bioinformatik häufige Komplikationen von Diabetes und Bluthochdruck untersucht: chronische Nierenerkrankungen. Das am Donnerstag (22.9.) mit einem Pre-Kick-Off an der MedUni Wien gestartete IMI-Projekt (Innovative Medicines Initiative) im Rahmen von Horizon2020 nennt sich BEatDKD und wird von der Europäischen Union und den international bedeutendsten Pharma-Unternehmen gemeinsam mit jeweils 15 Millionen EUR gefördert. 

Das Work-Package I, das die MedUni Wien unter der Leitung von Rainer Oberbauer, Leiter klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse an der Universitätsklinik für Innere Medizin III, führt, wird allein mit rund einer Million Euro unterstützt.

In Europa leiden etwa 50 Millionen Menschen, zehn Prozent der Bevölkerung, an einer chronischen Nierenerkrankung. Alle Bemühungen gehen dahin, das Spätstadium und damit die Dialyse oder eine Nierentransplantation zu verhindern. Allerdings ist bei einer Nierenschwäche nicht nur die Funktion des Organs selbst eingeschränkt. Eine Niereninsuffizienz kann auch das Herz-Kreislaufsystem sowie den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen - ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Osteoporose ist die Folge. Besonders gefährdet sind Patienten mit Diabetes und Bluthochdruck.

BEatDKD (Biomarker Enterprise to Attack DKD) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt: MedizinerInnen, StatistikerInnen, EpidemiologInnen, MolekularbiologInnen und BioinformatikerInnen von Universitätskliniken, Forschungsinstituten und Biotech-Unternehmen arbeiten hier zusammen. Dem Konsortium gehören 19 Forschergruppen aus 11 Ländern an: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien und USA. Das Projekt läuft fünf Jahre, bis 1. Oktober 2021.

BEatDKD ist zugleich ein „Follow-Up“ des EU-Projekts „Syskid“, das von 2011-2016 mit großem Erfolg durchgeführt und mit einer ähnlichen wissenschaftlichen Fragestellung wurde.