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MedUni Wien trauert um Maria Parizek

Langjährige Direktorin des Medizinischen Dekanats verstorben
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Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Universität, die bereits in deren Dienststand waren, als diese Universität noch Medizinische Fakultät der Universität Wien war, werden sich zu einem nicht unbedeutenden Teil an Frau Maria Parizek erinnern. Sie war bis Ende des Jahres 2003, also bis unmittelbar vor dem Inkrafttreten des Universitätsgesetzes 2002, das mit einer eigenständigen Medizinischen Universität Wien verbunden war, langjährige Direktorin des Medizinischen Dekanats.

Sie waltete dieses Amtes in beeindruckender Weise. Von Statur klein und zart, aber mit einer gewaltigen Stimme versehen, war sie Autorität für alle, nicht nur für die Angestellten und Beamten im Dekanat, sondern für alle Fakultätsmitglieder einschließlich der Professorinnen und Professoren. Hinzu kamen ihre unbedingte Identifizierung mit der Medizinischen Fakultät und ihrem Wohle sowie ihre völlige Loyalität zum jeweiligen Dekan. Sie hatte dabei die diplomatische Eigenschaft zur Diskretion, umgekehrt die weniger diplomatische Eigenschaft, immer die Wahrheit zu sagen.

Der Umzug des Medizinischen Dekanats aus dem Universitäts-Hauptgebäude in seine heutigen Räumlichkeiten in der Spitalgasse wurde vor allem durch sie vorangetrieben und reichte, wie bei Bauangelegenheiten im universitären Bereich üblich, in eine Planungsphase zurück, wo von einer eigenen Medizinischen Universität noch lange keine Rede war. Trotz aller baulichen Verzögerungen war es ihr noch möglich, wenige Wochen vor ihrer Pensionierung, die letzten Wochen des Jahres 2003, das Medizinische Dekanat auch in den neuen Räumlichkeiten zu leiten, was sie sich mehr als verdient hat.

Wolfgang Schütz