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Frühgeborenen-Simulator gewinnt Houskapreis 2017

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Bild: SimCharacters

(Wien, 05-05-2017) Die Firma SimCharacters GmbH, ein Spin-Off der MedUni Wien, hat mit dem Houskapreis 2017 den größten privaten Forschungsförderungspreis gewonnen. SimCharacters stellt überzeugend lebensechte Kindersimulatoren her, um medizinische Notfälle in der Ausbildung und Training von ÄrztInnen möglichst realitätsnah zu simulieren. Das junge Unternehmen erhielt den mit 150.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie "Forschung und Entwicklung in KMU".

Überzeugend lebensechte Kindersimulatoren ermöglichen es medizinischen Teams, kritische Situationen in der Kindernotfallmedizin unter hochrealistischen Bedingungen zu trainieren. In Kooperation mit dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der Medizinischen Universität Wien hat das junge Wiener Unternehmen SimCharacters einen Kindersimulator entwickelt, der ein bisher nicht gekanntes Maß an Wirklichkeitstreue aufweist. Bei Markteinführung im Oktober 2016 war der Frühgeborenensimulator „Paul“ der kleinste und modernste High-End-Patientensimulator weltweit.

Der Kinderintensivmediziner Jens-Christian Schwindt hat als langjähriger Oberarzt an der klinischen Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie der MedUni Wien im AKH Wien (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde) häufig lebensbedrohte Früh- und Neugeborene versorgt und sehr schnell festgestellt, dass eine effektive Versorgung dieser PatientInnen nur in einem hochprofessionellen, interdisziplinären Team möglich ist. Diese Professionalität ist jedoch nur zu erreichen, wenn komplexe Prozesse immer wieder im Team trainiert werden, ohne dabei PatientInnen zu gefährden.

Bild: SIMCharacters

Schwindt und Kollegen haben seit 2010 in einem Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der Medizinischen Universität Wien (Projektleiter: Ewald Unger) begonnen, einen Kindersimulator zu entwickeln, der ein bisher nicht gekanntes Maß an Wirklichkeitstreue aufweist. Der Frühgeborenensimulator „Paul“ entspricht einem Frühgeborenen der 27. Schwangerschaftswoche und ist in der Lage, die bei Kindern häufig nur sehr subtil erkennbaren Krankheitszeichen realitätsgetreu zu simulieren. Um die notwendige Technologie in ein 1000g schweres Frühgeborenes zu integrieren, waren völlig neue Konstruktionskonzepte in den Bereichen Mikroelektronik, Sensorik, Mechanik und Animatronics notwendig. Erstmals wurden so Miniaturisierungen entscheidender Simulatorkomponenten und die Entwicklung komplett neuer, realistischer Funktionalitäten möglich. Simulator „Paul“ ist heute der kleinste und modernste High-End-Patientensimulator weltweit.

Zum Houskapreis
Mit einer Dotierung von insgesamt 400.000 Euro gilt der von der B&C Privatstiftung gegründete Houskapreis als Österreichs größter privater Forschungsförderungspreis. Die B&C Privatstiftung hat sich der wirtschaftsnahen Forschung am Standort Österreich verschrieben und prämiert mit dem Houskapreis seit nunmehr zwölf Jahren die besten heimischen Forschungsprojekte. Die Fachjury prämiert Projekte in den zwei Kategorien „Universitäre Forschung“ und „Forschung & Entwicklung in KMU“.