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MedUni Wien übernimmt Research Coordination eines internationalen Medical-Imaging Trainingsnetzwerkes

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(Wien, 12-05-2017) Die MedUni Wien übernimmt die Forschungs-Koordination des internationalen Innovative Training Network „HYBRID“, einem internationalen Ausbildungsprogramm für NachwuchsforscherInnen auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung. Das mehrjährige Großprojekt wird im Rahmen des EU-Programms für Forschung und Innovation Horizon 2020 gefördert. 

Innovative Training Network ITN ist ein spezielles Förderprogramm, das Netzwerke fördert, die NachwuchsforscherInnen ausbilden. Das Training Network „HYBRID“ (Healthcare Yearns for Bright Researchers for Imaging Data, MSCA-ITN-ETN 764458), fokussiert sich auf die hybride, molekulare Bildgebung mit Schwerpunkt PET/MR. Konkret besteht das Programm aus 3 Arbeitspaketen, welche die multi-zentrische Datenerhebung, eine multi-parametrische Auswertung und die Translation neuer Diagnostikansätze in die Klinik beinhalten. Dabei werden in den kommenden vier Jahren standardisierte quantitative Auswerteverfahren für die multi-parametrische Bildgebung entwickelt, welche – zusammen mit weiteren Biomarker Informationen (z.B. Histologie, Liquid Biopsy) – über eine rein visuelle Beurteilung von Bilddaten hinausgeht. Der multi-zentrische Ansatz und die bevorzugte Verwendung von integrierten, hybriden Bildgebungsmethoden sind eine Besonderheit dieses Vorhabens. Schlussendlich sollen die Erkenntnisse aus den verschiedenen Forschungsbereichen zu verbesserten Diagnosemethoden (inkl. prädiktive Modelle; Stichwort „RadiomicsPlus“) und neuen Ansätzen für bildgestützte Therapien führen.

Abbildung: Personalized medicine through HYBRID: Patients with suspected disease undergo standardized examination protocols for the collection of biomarker information (image and non-image based information). Data are processed and interpreted prior to making a diagnosis. Decision models are supported by machine learning algorithms. In addition, diagnostic and complementary information is pooled and used for a population-based analysis and subsequent pre-selection of clinical patients for individual imaging and/or therapy options. HYBRID’s entangled research-based work packages, WP1-3, cover novel aspects of data collection, data processing and clinical translation.

Das Fördervolumen der EU umfasst rund 4 Millionen Euro für 15 PhD Stellen an 11 Zentren (UK, DK, DE, AT, FR, BE, NL). Zwei PhD-Stellen werden an der MedUni Wien am Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik verortet sein. Insgesamt gibt es 23 internationale Partner in diesem Netzwerk, incl. der IAEA und Firmen in der Schweiz, Ungarn, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Die Research-Koordination übernimmt die MedUni Wien. Koordinator Thomas Beyer, Professor für "Physics of Medical Imaging" am Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der MedUni Wien, freut sich über den Grant durch das EU-weit größte Forschungsförderungsprogramm: „Es ist umwerfend, dass wir gleich mit unserem ersten Antrag erfolgreich waren, das unterstreicht und stärkt den Stellenwert der multi-modalen Bildgebungslandschaft und erweitert unsere Möglichkeiten, das Fach der molekularen Bildgebung international weiter voranzubringen.“. Er wird dabei unterstützt von Ivo Rausch am gleichen Zentrum. Die Management Koordination des Projektes liegt an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen (Stabsstelle Wissenschaftsmanagement des Instituts für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik, Frau Carola Reinhard). Die in Abb 2 erkennbare bestehende Verzahnung der Partnerorganisationen indiziert eine vielversprechende weitergehende Kooperation aller beteiligten in diesem Projekt.

Horizon 2020
Horizont 2020 ist das umfangreichste EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation, ausgeschrieben von der Europäischen Kommission, das von 2014 bis 2020 läuft. Rund 75 Mrd. Euro stehen für Forschung und Innovation von 2014 bis 2020 auf EU-Ebene zur Verfügung. Die Finanzierungs- und Förderformen reichen von der Grundlagenforschung bis zur innovativen Produktentwicklung. EinzelforscherInnen, Unternehmen und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind zentrale Zielgruppen von Horizon 2020.