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Kerstin Wimmer erhält Georg Stumpf Stipendium für Krebsforschung

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Kerstin Wimmer gemeinsam mit ACO-ASSO-Präsident Matthias Zitt

(Wien, 30-10-2017) Kerstin Wimmer, Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien/AKH Wien und Mitglied des Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC) erhielt das Georg Stumpf Stipendium für Krebsforschung der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgische Onkologie (ACO-ASSO). Die ACO-ASSO fördert damit Wimmers PhD-Arbeit, die sich der Erforschung von Biomarkern widmet, die das Ansprechen von neoadjuvanter Chemotherapie bei frühem Hochrisiko-Brustkrebs oder bei lokal-fortgeschrittenem Mammakarzinom vorhersagen können. 

Der Titel der Arbeit lautet „Immunomodulatory biomarkers in neoadjuvant chemotherapy of breast cancer“. Eine Chemotherapie mit Epirubicin/Cyclophosphamid gefolgt von Docetaxel ist derzeit eine der Standardtherapie-Möglichkeiten, mit der Patientinnen mit frühem, Hochrisiko- oder lokal-fortgeschrittenem Mammakarzinom vor der Operation behandelt werden. Diese Therapie führt allerdings nicht bei allen Patientinnen zu einer Verkleinerung oder zu einem Verschwinden des Tumors. Prädiktive Biomarker könnten helfen, jene Patientinnen zu identifizieren, bei denen kein Vorteil durch die neoadjuvante Chemotherapie zu erwarten ist. (Eine Chemotherapie vor der chirurgischen Entfernung des Tumors wird als neoadjuvante Chemotherapie bezeichnet.)

Die Rolle von immunmodulatorischen Parametern
Wimmer untersucht, inwieweit die neoadjuvante Chemotherapie im Blut zirkulierende immunmodulatorische Parameter, wie zum Beispiel Zytokine oder Chemokine, beeinflusst und ob dieser Einfluss mit dem Ansprechen auf die präoperative Therapie zusammenhängt. Darüber hinaus prüft sie, ob diese Parameter als prädiktive Biomarker verwendet werden können.
Die Leiter der Studie sind Florian Fitzal, Ruth Exner sowie Rudolf Oehler, in dessen Labor die Studie durchgeführt wird. Die drei ExpertInnen für die Therapie von Brustkrebs sind an der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien /AKH Wien tätig und Mitglieder des CCC.

Über das Georg Stumpf Stipendium für Krebsforschung
Die Österreichische Gesellschaft für Chirurgische Onkologie (ACO-ASSO) vergibt jährlich das „Georg Stumpf Stipendium für Krebsforschung“. Das Stipendium ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft überreicht. Gefördert werden hochqualifizierte Nachwuchskräfte, die sich bereits durch eine mehrjährige selbständige Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Chirurgischen Onkologie ausgewiesen haben. Die Mitgliedschaft in der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgische Onkologie ist Voraussetzung für den Erhalt des Förderpreises.

Zur Person
Kerstin Wimmer hat im Mai 2014 ihre Ausbildung zur Fachärztin für Chirurgie an der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien /AKH Wien begonnen. Sie ist dort auch Mitglied des wissenschaftlichen Brustteams, das von Florian Fitzal geleitet wird. Die in Wien geborene Ärztin und Forscherin hat ihr Medizinstudium 2012 an der Medizinischen Universität Wien abgeschlossen und den ersten Teil ihrer Tätigkeit als Turnusärztin an der Wiener Privatklinik absolviert. Von September 2013 bis Mai 2014 war sie Transplant-Koordinatorin am AKH/MedUni Wien. Zurzeit arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit im Rahmen ihres PhD-Programms.