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Alwin Köhler übernimmt Professur an der MedUni Wien

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(Wien, 16-07-2018) Alwin Köhler, Forschungsgruppenleiter an den Max F. Perutz Laboratories (MFPL), übernahm mit 15. Juli 2018 eine Professur für Mechanistische Zellbiologie an der Medizinischen Universität Wien.

Alwin Köhler ist seit 2010 Gruppenleiter an den Max F.Perutz Laboratories (MFPL), einem gemeinsamen Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien am Vienna Biocenter. Sein Hauptforschungsinteresse liegt in der Untersuchung von Kernporenkomplexen (Nuclear Pore Complexes), den molekularen Gates, die in die Kernhülle eingebettet sind und dort den gesamten Transport zwischen dem Zellkern und dem Zytoplasma kontrollieren. Neben dieser Transportfunktion haben die Kernporen zusätzliche Aufgaben wie die Regulierung der Genexpression und die Modellierung der Kernhülle, die das Genom schützt. Kürzlich entdeckte er eine bislang unbekannte Stoffwechselaktivität der Kernhülle, die mit einer Fettspeicherung im Zellkern einhergeht (Romanauska & Köhler, Cell, 2018). Als Ergebnis Ihrer essentiellen Funktionen sind die Kernhülle und Kernporen an einer Vielzahl menschlicher Krankheiten beteiligt. „In der intelligenten Verknüpfung von Grundlagenforschung und Medizin sehe ich ein großes Potential für bahnbrechende Entdeckungen.  In diese Richtung will sich auch unser Institut entwickeln, in der Forschung und in der Entwicklung innovativer Lehrkonzepte für Medizinstudenten“, sagt er über seine Zukunftspläne.

Zur Person
Alwin Köhler wurde in Kronstadt (Rumänien) geboren. Er studierte Medizin an der Universität Würzburg und promovierte am Department für Zellbiologie der Harvard Medical School. Nach einem Postdoc am Biochemiezentrum Heidelberg wechselte er 2010 nach Wien, wo er als Gruppenleiter an den Max F. Perutz Laboratories tätig war und derzeit stellvertretender Leiter ist. Unter anderem erhielt er ein START-Stipendium des FWF, ein ERC Starting Grant und ein NOMIS Pioneering Research Grant. Im Jahr 2017 erhielt er einen hochdotierten ERC Consolidator Grant für seine Studien über den Kernporenkomplex.

Max F. Perutz Laboratories (MFPL)
Die Max F. Perutz Laboratories (MFPL) sind ein gemeinsames Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien am Vienna Biocenter, einem der größten Life Sciences Cluster in Österreich. An den MFPL sind rund 500 MitarbeiterInnen aus 40 Nationen in durchschnittlich 60 Forschungsgruppen mit Grundlagenforschung und Lehre im Bereich der Molekularbiologie beschäftigt. Info: www.mfpl.ac.at